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Fünftgrößte Versicherungsgruppe erhöht Aktienquote, kooperiert mit UI

Die Debeka steuert zukünftig ihre Fonds für fondsgebundene Lebensversicherungen selbst und arbeitet dabei mit Universal-Investment zusammen. Darüber hinaus wurde bekannt, dass die Assekuranz über ihren neuen Asset Manager ihre Aktien-Exposure erhöhen möchte.

Frank Heise, Geschäftsführer der DebekAM
Frank Heise, Geschäftsführer der DebekAM
© DebekAM

Die fünftgrößte deutsche Versicherungsgruppe, die Debeka, stellt die fondsgebundenen Lebensversicherungen auf eigene Fonds um und nutzt Universal-Investment als Administrationspartner für die Sondervermögen. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft legt für Debeka Asset Management (DebekAM), eine 2018 neu gegründete Tochter der Versicherungsgruppe, drei neue Aktienfonds auf. Diese investieren in börsennotierte Unternehmen aus Nordamerika, Europa und Asien. Jeder der drei regional fokussierten Fonds berücksichtigt ESG-Kriterien, um Risiken früh erkennen zu können und die Volatilität für Anleger der Versicherung zu reduzieren. Darüber informieren die Gesellschaften per Aussendung.

Aufgabenverteilung
Während DebekAM für den Debeka-Aktien-Europa-ESG Fonds mit ihrem Investmentprozess die Kernaufgaben eines Asset Managers wahrnimmt, verantwortet Universal-Investment unter anderem die Fondsbuchhaltung, regulatorische Aufgaben, beispielsweise Pre-Trade- und Performance-Kontrollen oder das gesetzliche Reporting.

Für die Fonds mit Fokus auf asiatische und nordamerikanische Aktienwerte agiert DebekAM als Fondsberater, während Universal-Investment das Portfolio Management verantwortet.

Mehrere ESG-Filter
Für das ESG-Screening der Investments arbeiten die Parteien mit dem MSCI-ESG-Screening-Tool und beziehen die Prinzipien der UN-Global-Compact-Initiative sowie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ein. Darüber hinaus wird ein Filter mit geschäftsfeldbasierten Ausschlusskriterien angewandt. Bei der Titelauswahl kann ebenfalls ein Best-in-Class-Ansatz berücksichtigt werden, bei dem besonders auf die Unternehmen geachtet wird, die nach ESG-Kriterien führend sind.

„Wir wollen Risiken vermeiden, die sich aus der Führung von Unternehmen und ihrem Umwelt- und Sozialverhalten ergeben. Asset Manager können viel Performance erzielen, wenn sie auf Unternehmen setzen, die im ESG-Scoring zwar weniger gut abschneiden, aber konsequent Verbesserungsmaßnahmen ergreifen. Der Markt belohnt dies. Außerdem zahlt sich Nachhaltigkeit durch weniger Volatilität für unsere Kunden und Mitglieder der Debeka-Versicherungen aus“, erklärt Frank Heise, Geschäftsführer der DebekAM. 

Höhere Aktienquote
Ziel der Debeka sei es, die Aktienquote der Versicherung graduell zu steigern. Bislang legte die Debeka-Versicherungsgruppe wie viele andere Assekuranzen konservativ in Anleihen sowie in kleinerem Umfang in Private Equity und Immobilien an. Um im aktuellen und aller Voraussicht nach fortlaufenden Niedrigzinsumfeld für die Anleger die vereinbarte Rendite zu erzielen, soll die Aktienquote erhöht werden. Mit Erhalt der eigenen Portfolioverwaltungslizenz im Jahr 2018 soll dies kostengünstiger umgesetzt werden als in der Zusammenarbeit mit externen Partnern. Ferner soll die eigene Expertise gestärkt werden. (aa)

 

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