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Frankfurter Leben übernimmt Pensionskasse der C&A-Mitarbeiter

Mit dem Erwerb der Prudentia Pensionskasse mit Sitz in Düsseldorf erwirbt die Frankfurter Leben Gruppe ihren vierten Versicherungsbestand und steigert ihr verwaltetes Vermögen auf zehn Milliarden Euro. Damit muss eine weitere Altersvorsorgeeinrichtung dem Niedrigzinsniveau Tribut zollen.

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Christian Wrede, Aufsichtsratsvorsitzender in der Frankfurter Leben-Gruppe: „Der Verkauf der Prudentia an die Frankfurter Leben zeigt uns, dass die Frankfurter Leben-Gruppe vom Markt als ausgesprochen leistungsfähiger Partner wahrgenommen wird, der für die zuverlässige Erfüllung der langfristigen Vertragszusagen im Lebensversicherungs- und Pensionskassenmarkt steht.“
© Axel Gaube / Institutional Money

In Deutschland geben nach und nach immer mehr Lebensversicherer und Pensionskassen auf und übertragen ihre Bestände an spezialisierte Run-Off-Gesellschaften. Ein Beispiel dafür ist der Verkauf der Prudentia Pensionskasse an die Frankfurter Leben Gruppe, hinter der die deutsche BHF-Bank und der chinesische Investor Fosun stehen. Verkäufer ist die Cofra-Gruppe. Die Prudentia Pensionskasse mit Sitz in Düsseldorf, die 2016 aus der Prudentia Lebensversicherung hervorging, erbringt betriebliche Altersversorgungsleistungen für die Mitarbeiter der Cofra-Gruppe in Deutschland, zu der auch das Modeunternehmen C&A gehört. Vorbehaltlich der Genehmigung seitens der BaFin übernimmt die Frankfurter Leben-Gruppe mit dieser Tranksaktion rund 50.000 Verträge mit insgesamt ca. 1,8 Milliarden Euro Kapitalanlagen.

Mit dem Kauf der Prudentia erhöht die Frankfurter Leben-Gruppe ihr Bestandsvolumen auf circa zehn Milliarden Euro Kapitalanlagen und rund 700.000 Altersvorsorgeverträge. Für die Frankfurter Leben-Gruppe ist dies der vierte Versicherungsbestand in ihrem Gesamtportfolio.

Die Run-off-Plattform Frankfurter Leben hat erst Ende Januar 2018 die Bestände der Pro bAV Pensionskasse übernommen. Zuvor hat die zur chinesischen Fosun-Gruppe gehörende Abwicklungsgesellschaft unter anderem die Arag Leben und die Pro bAV Pensionskasse übernommen.

„Der Verkauf der Prudentia an die Frankfurter Leben zeigt uns, dass die Frankfurter Leben-Gruppe vom Markt als ausgesprochen leistungsfähiger Partner wahrgenommen wird, der für die zuverlässige Erfüllung der langfristigen Vertragszusagen im Lebensversicherungs- und Pensionskassenmarkt steht“, so Christian Wrede, Aufsichtsratsvorsitzender in der Frankfurter Leben-Gruppe und ehemaliger Deutschland- und Österreich-Chef von Fidelity International.

Hoffen auf Synergieeffekte
Die Altersversorgungsverträge für die Mitarbeiter der Cofra-Gruppe sollen unverändert fortgeführt werden. Auch nach der Übernahme untersteht die Prudentia der BaFin-Aufsicht. Zudem besteht der Protektor-Schutz fort. „Wir sind uns der Wichtigkeit der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Cofra-Gruppe, insbesondere jenen von C&A, bewusst. Der Verantwortung für diese Sozialleistung werden wir uneingeschränkt gerecht“, so Bernd Neumann, Vorstand Finanzen der Frankfurter Leben-Gruppe. „Die Bestandsverwaltung der Prudentia wird mit jener der Frankfurter Leben-Gruppe zusammengeführt, so dass die Prudentia von Synergieeffekten profitiert“ erklärt Anja van Riesen, Vorstand Operations und IT.

Andere Run-offs könnten noch kommen
Während damit bei Beständen von Betriebsrenten innerhalb von rund zwei Monaten der zweite Run-off stattfindet, bleibt es bei Verträgen in der privaten Altersvorsorge weiterhin ruhig. Die Ergo hat den ins Auge gefassten Run-off ihrer alten Lebensversicherungsbestände gestoppt und überlegt, sich selbst als externer Abwickler zu positionieren. Die Axa Versicherung hatte im vergangenen Jahr verkündet, einen Run-off nicht auszuschließen. Den Schritt hat sie bislang aber nicht vollzogen – lediglich die Pro bAV Pensionskasse hat sie an die Frankfurter Leben übertragen.

Die Generali, die die öffentlichen Diskussionen über Run-offs im vergangenen Jahr mit der Bekanntgabe entsprechender Pläne mit losgetreten hatte, hat sich bislang immer noch nicht entschieden, ob sie ihre klassischen Lebenspolicen behält, verkauft oder sich als dritte Option an einer Run-off-Plattform beteiligt. (aa)

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