Fonds-Lobby EFAMA gründet Plattform für ESG-Dialog mit EU-Behörden
In einem Schulterschluss mit anderen Interessensvertretungen wie dem Bundesverband deutscher Banken ruft die EFAMA eine Lobby-Plattform zur "Interaktion mit EU-Behörden in ESG-Fragen" ins Leben – das offenbar bereits mit einer recht spezifischen, ersten Agenda.
Die European Fund and Asset Management Association (EFAMA) sucht bei der "Interaktion mit EU-Behörden in ESG-Fragen" den Schulterschluss mit anderen Interessensvertretungen und individuelle Player. Gemeinsam mit ACCA, Accountancy Europe, dem Bundesverband deutscher Banken, CDSB, Frank Bold, Schroders, Share Action und WWF soll dieses Unterfangen gelingen. Im Rahmen des ersten gemeinsamen Statements, in dem betont wird, dass es "wichtiger als jemals zuvor ist, dass der private und öffentliche Sektor beim Erarbeiten von politischen Prioritäten zusammenarbeiten", haben BNP Paribas und Candriam ihre Unterstützung erklärt. Einen Teil der informellen ESG-Task Force bilden sie aber nicht.
Bereits die erste Agenda
Die EFAMA, die laut Eigenangabe EU-weit aus 88 Mitgliedern besteht, hat in diesem Zusammenhang auch schon ein erstes "Interaktions-Ziel" ausgemacht: Und zwar die Revision der Non-Financial Reporting Directive (NFRD). Dies sollte, so die Vorstellung der Interessensvertretung, sieben Prinzipien folgen:
- Erweiterung über die gelisteten Unternehmen hinaus
- Disclosure von Non-Financial-Data im Jahresbericht
- Aspekte "Social" und "Governance" stärken
- Ein Mindestmaß an Ausweispflichten
- Aufbau auf bereits vorhandenen Berichts-Inititativen
- Die internationale Rolle von Berichts-Standards aufrecht erhalten
- Rechtliche Konsistenz aufrecht erhalten, legislative Duplizierung vermeiden (hw)














