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Deuten Gold- und Silberoptionen auf eine Kurskorrektur hin?

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Gold- und Silberoptionen weisen derzeit ungewöhnlich positive Schiefewerte auf – was oftmals als Vorzeichen für eine bevorstehende Kurskorrektur gewertet werden kann. Starke Zinssenkungen und ein schwächerer Dollar könnten den Ausblick jedoch ändern.

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Flossbach wittert "Generationenbetrug": "Es bräuchte eine Greta 2.0"

In Ländern mit umlagefinanzierten Rentensystemen zeichnet sich ein Generationenbetrug ab, mahnt der Vermögensverwalter Bert Flossbach. Es sei höchste Zeit, dass jemand die Jugend wachrüttelt.

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© stadtratte/MAKOVSKY ART/stock.adobe.com/Montage: INSTITUTIONAL Money

Die heutige Jugend muss sich auf harte Zeiten einstellen. Wenn sie in 15 Jahren die Renten der geburtenstarken Babyboomer finanzieren muss, wird ihr immer weniger Netto vom Brutto bleiben. "Dies wiegt umso schwerer, als die Jüngeren auch noch die Folgen einer verkorksten Wohnungspolitik zu tragen haben und ein Vermögensaufbau durch hohe Abgaben und die anhaltende Nullzinspolitik erschwert wird", schreibt Bert Flossbach, Mitgründer des Kölner Vermögensverwalters Flossbach von Storch, im aktuellen Kapitalmarktbericht seines Hauses.

Obwohl die Politik auch bei der Altersvorsorge die Zukunft der Jüngeren verspielt, hält sich der Protest bislang in Grenzen. Für Flossbach ist das eine geradezu fatale Entwicklung: "Es bräuchte eine Greta 2.0, die nicht nur der jüngeren Generation aufzeigt, wie ihre Zukunftsperspektiven durch Wahltaktik und Klientelpolitik gefährdet werden, sondern auch die stimmgewaltigen Älteren erreicht", sagt der Vermögensprofi. In der Praxis dürfte eine solche Bewegung allerdings weit weniger Wellen schlagen, als die jüngsten Klimaproteste.

Rente ist nicht Klimaschutz
Denn während Umweltschutz jeden Bürger betrifft, ist der ökonomische und soziale Klimawandel von Land zu Land verschieden. Greta Thunberg könne sich freuen, später einmal vom schwedischen Modell der Altersvorsorge zu profitieren, die den Bürgern eine kapitalgedeckte Rente sichert, findet Flossbach.

Junge Schweden müssten sich über Altersarmut keine Gedanken machen. Ähnlich ist es in Norwegen. Dort ist der Staatsfonds fast 1.000 Milliarden Euro schwer und zu rund 70 Prozent in Aktien investiert. "Davon können die Bürger in den meisten anderen europäischen Ländern nur träumen", sagt Flossbach. Eine globale Bewegung, mit einer Heldin an der Spitze, sei deshalb nur schwer vorstellbar. (fp)

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