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Flossbach-von-Storch-Mitgründer zieht sich langsam zurück

Markus Stollenwerk übernimmt bei Flossbach von Storch im Tagesgeschäft die Leitung des Wealth Managements von Kurt von Storch. Dieser bleibt aber Vorstand und kümmert sich künftig verstärkt um strategische Fragen.

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Kurt von Storch, Mitgründer des Kölner Vermögensverwalters Flossbach von Storch
© Flossbach von Storch

Flossbach von Storch hat eine wichtige strategische Entscheidung getroffen. Zum Jahresende wird Mitgründer Kurt von Storch die operative Verantwortung für die Vermögensverwaltung mit institutionellen und privaten Kunden an Marcus Stollenwerk übergeben. "Er wird das Tagesgeschäft übernehmen und soll den Bereich ausbauen. Eine wachsende Nachfrage sehen wir beispielsweise bei der ganzheitlichen Betreuung sehr großer Vermögen", zitiert das "Handelsblatt" von Storch.

Der 59-Jährige wird aber Vorstand des in Köln ansässigen Vermögensverwalters bleiben und sich künftig noch stärker um unternehmensstrategische Dinge kümmern. Das bestätigte die Gesellschaft auf Anfrage der Redaktion. Der Schritt sei auch Teil einer langfristigen Planung und solle perspektivisch dem Generationenwechsel im Management dienen. Von Storch geht auf die 60 zu, sein Partner Bert Flossbach ebenfalls.

Stollenwerk, der seit April bei dem Finanzdienstleister beschäftigt ist und zuvor das Wealth Management bei der UBS in Deutschland leitete, zählt erst 46 Jahre.

Seit 22 Jahren am Markt
Gegründet 1998 von Bert Flossbach und Kurt von Storch, verwaltet das Haus derzeit nach eigenen Angaben rund 56 Milliarden Euro und hat 260 Mitarbeiter. Allein in diesem Jahr investierten Anleger in den ersten drei Quartalen laut von Storch netto zwölf Milliarden Euro in die Produkte des Vermögensverwalters. Die Firma habe aber weiter "ambitionierte Ziele", so von Storch gegenüber dem Handelsblatt. "Wir wollen unter den privat geführten Asset Managern in Europa als die führende Adresse wahrgenommen werden", erklärt er.

Der Vorstand denkt auch in konkreteren Zahlen: "Beim verwalteten Kapital können wir eine dreistellige Milliardensumme erreichen." Damit würde die Gesellschaft den Abstand zu großen nationalen Mitbewerbern wie DWS, Allianz Global Investors, Union Investment oder Deka Investment weiter verringern. Von Storch wolle dabei zudem starke Abhängigkeiten von einem einzelnen Geschäftsfeld vermeiden. Er sieht laut Handelsblatt einen guten Mix aus Publikumsfonds und Vermögensverwaltung als sehr wichtig an. Daher möchte er auch in der individuellen Vermögensverwaltung Marktanteile gewinnen.  (jb)

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