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EZB zeigt Entwürfe: So könnten die neuen Euro-Scheine aussehen

Die Europäische Zentralbank treibt die Neugestaltung der Euro-Banknoten voran. Bürgerinnen und Bürger im Euroraum können nun über die Designvorschläge abstimmen. Die endgültige Entscheidung soll bis Jahresende fallen.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei der Präsentation der Designvorschläge für die neuen Scheine: "Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel – sie sind einer der greifbarsten Ausdrucksformen Europas."
EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei der Präsentation der Designvorschläge für die neuen Scheine: "Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel – sie sind einer der greifbarsten Ausdrucksformen Europas."© Alex Kraus / Bloomberg

Die Europäische Zentralbank hat erstmals Entwürfe für eine neue Generation von Euro-Banknoten vorgestellt. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem sie zugleich die Vorbereitungen für eine Testphase des digitalen Euro vorantreibt.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde präsentierte zehn Designvorschläge in den Themenkategorien "Europäische Kultur" sowie "Flüsse und Vögel". Bürgerinnen und Bürger des Euroraums können bis zum 21. September über die Entwürfe abstimmen (externer Link). Der EZB-Rat wird laut einer Mitteilung vom Donnerstag (23.7.) "gegen Ende des Jahres" eine endgültige Entscheidung treffen.

Erste umfassende Neugestaltung seit Einführung des Euro
Es handelt sich um die erste größere Neugestaltung der Euro-Banknoten seit der Einführung der Gemeinschaftswährung vor mehr als zwei Jahrzehnten. Da Banknoten häufig nationale Symbole zeigen, gilt ihre Gestaltung in einer Währungsunion mit inzwischen 21 Mitgliedstaaten seit jeher als sensibles Thema. Die derzeitige Banknotenserie zeigt stilisierte Tore und Brücken, die keinem real existierenden Bauwerk oder Wahrzeichen nachempfunden sind.

"Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel – sie sind einer der greifbarsten Ausdrucksformen Europas", sagte Lagarde.

Arbeiten am digitalen Euro laufen parallel
Die Entwicklung der neuen Banknoten erfolgt parallel zu den Vorbereitungen für die Einführung eines digitalen Euro.

Anfang dieses Monats wählte die EZB 36 Zahlungsdienstleister aus – darunter Revolut Bank UAB, Unicredit und die Deutsche Bank –, die an einer zwölfmonatigen Pilotphase teilnehmen sollen. Diese beginnt in der zweiten Hälfte des Jahres 2027.

Einführung liegt noch Jahre entfernt
Die EZB hatte den Prozess zur Neugestaltung der Euro-Banknoten, der auch eine Überarbeitung der Sicherheitsmerkmale umfasst, im Jahr 2021 gestartet. Zunächst standen sieben Themen zur Auswahl. Nach einer Umfrage unter Bürgerinnen und Bürgern des Euroraums wurde die Auswahl Ende 2023 auf zwei Themenbereiche reduziert.

Einen konkreten Termin für die Einführung der neuen Banknoten nannte die EZB nicht. Die ausgewählten Entwürfe würden zunächst weiterentwickelt und getestet, bevor sie in Produktion gingen. Die neuen Banknoten sollen anschließend in den darauffolgenden Jahren in Umlauf gebracht werden. (mb/Bloomberg)

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