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Euro-Firmenbondemissionen: HSBC rückt BNP Paribas immer näher

In einem Rekordjahr für auf Euro lautende Unternehmensanleiheemissionen hat HSBC Holdings Marktanteile gegenüber der Konkurrenz gewonnen und hat als Zweiter im Ranking nur mehr die französische Großbank BNP Paribas vor sich.

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© Jr Casas / stock.adobe.com

HSBC hat 2020 im Ranking für Euro-Firmenbondemissionen einen großen Sprung nach oben gemacht. Die Bank stieg in der Bloomberg-Rangliste für die Begleitung von Investment-Grade-Unternehmensanleihen in Euro um sechs Positionen auf den zweiten Platz auf - nur BNP Paribas war erfolgreicher. Über diese Entwicklung berichtet Bloomberg.

Wichtiger Deal im März
Zu den Deals gehörte ein Papier von Danone im März, dass den Euro-Unternehmensanleihemarkt wieder öffnete und dazu beitrug, die Coronavirus-bedingte globale Kapitalbeschaffungswelle anzuschieben. In der anschließenden Flut von Papieren arbeitete HSBC an dem ersten auf Euro lautenden Bond von Exxon Mobil, sowie an Emissionen für Unternehmen wie Nestlé und Richemont.

“Dieses Jahr war alles andere als normal”, sagte James Cunniffe, Direktor für Corporate Syndicate bei HSBC. Die Volatilität sei “extrem” gewesen, erklärte er. Die Bank habe an 50 der 60 Tage, an denen der Markt zwischen Mitte März und Ende Juni offen war, an Transaktionen gearbeitet, so Cunniffe.

Im gesamten Markt stiegen die Emissionen von bonitätsstarken Unternehmensanleihen in Euro um 15 Prozent auf 423 Milliarden Euro, ohne selbst geführte Transaktionen, wie die Ranking-Daten zeigen. BNP war das fünfte Jahr in Folge die meistbeschäftigte Konsortialbank. Barclays rutschte von Platz zwei auf Rang fünf ab, da sich die Emissionen von Euro-Anleihen von US-Unternehmen abschwächten. Die Deutsche Bank und Citigroup belegten in der Rangliste die Plätze drei und vier.

"vollständiges Produkt-Portfolio“
Vor der Pandemie gehörte HSBC zu einer Reihe von Banken, die an einer Jumbo-Bondemission von LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton für den Juwelier Tiffany & Co. arbeiteten. Die sieben Tranchen umfassende Transaktion, einschließlich Euro- und Sterling-Tranchen, war in diesem Jahr die größte Unternehmensanleiheemission in Europa.

Laut Cunniffe hat HSBC davon profitiert, dass sie ein „vollständiges Produkt-Portfolio“ für verschiedene Währungen und verschiedene Anleihetypen wie ESG-Bonds und Hybride anbieten kann.

BNP Paribas arbeitete ebenfalls an der Platzierung des LVMH-Tiffany-Papiers. Die anderen Euro-Deals in diesem Jahr umfassten ein Hybrid-Debüt von BP und die Viatris Jumbo-Anleihe, mit der die Zusammenlegung des nicht patentgeschützten Geschäfts von Pfizer mit Mylan finanziert werden sollte. (aa)

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