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ESG-Ziele entscheiden über jeden fünften Bonus-Euro bei Amundi

Der Pariser Asset Manager sieht sich als Vorreiter in Sachen nachhaltiger Geldanlage. Um diesen Anspruch zu untermauern, setzt sich Amundi nun mit einem Dreijahresplan neue ESG-Ziele. An deren Erreichung hängt auch die Vergütung des Topmanagements.

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© singkham / stock.adobe.com

Europas größter Asset Manager Amundi hat sich neue Nachhaltigkeitsziele gegeben. Der Sozial- und Klimaaktionsplan 2022-2025" lege "Ziele für Spar- und Investmentlösungen von Kunden sowie für die Engagement-Politik von Amundi fest", teilt der Vermögensverwalter mit.

Um dem Amundi-Management einen Anreiz zu geben, diese Ziele ernsthaft zu verfolgen, spielt deren Erreichung künftig auch eine Rolle bei der Vergütung: Die ESG-Komponenten gehen mit einem Anteil von 20 Prozent in die Ermittlung des Aktien-Bonus ein, den 200 leitende Angestellte des Unternehmens erhalten. "Zudem werden wir ESG-Ziele für alle Portfoliomanager und Vertriebsmitarbeiter festlegen", heißt es in einer Aussendung.

Neues "Umwelt-Rating", breiteres Produktangebot
Das Maßnahmenpaket ist nicht der erste Dreijahresplan des Anbieters, der auf verantwortungsvolle Investments abzielt. 2018 setzte sich der Pariser Asset Manager unter anderem das Ziel, dass alle aktiv gemanagten offenen Fonds einen höheren ESG-Wert als ihre Referenzindizes haben sollen. Dies wurde eigenen Angaben zufolge erreicht.

Ab 2022 sollen nun unter anderem Firmen aus den hauseigenen Portfolios ausgeschlossen werden, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes im Bereich der konventionellen Öl- und Gasförderung erwirtschaften. Ein neues "Umwelt-Rating" soll die "Anstrengungen von Unternehmen bei der Dekarbonisierung des operationellen Geschäfts und der Entwicklung nachhaltiger Aktivitäten" bewerten. Unternehmen, die "die größten Anstrengungen bei ihrer eigenen Energiewende aufweisen", sollen dabei gezielt übergewichtet werden.

Außerdem möchte Amundi in allen Anlageklassen offene Fonds anbieten, die das Anlageziel "Net Zero 2050" verfolgen. Bis 2025 sollen mindestens 20 Milliarden Euro in Impact-Fonds stecken, also in Unternehmen investiert sein, "die einen positiven Beitrag zur ökologischen oder sozialen Performance anstreben", wie es in der Aussendung heißt. Der Dreijahresplan sieht ferner vor, dass 40 Prozent aller passiven Fonds ESG-Produkte sein sollen. (bm)

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