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Ein "friendly alien" über Geld, Märkte und Kommunikation

Der Politikwissenschaftler und Kommunikationsexperte, Peter Filzmair, legte die Zusammenhänge zwischen Medien, Politik, Gesellschaft und Finanzwirtschaft dar. Die Komplexität der Thematik macht die Kommunikation jedenfalls schwierig.

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Der Politologe und Kommunikationsexperte Peter Filzmaier spannte den großen Bogen zwischen Märkten, Gesellschaft, Politik und Medien.
© Marlene Fröhlich für Institutional Money

Der Politikwissenschaftler und Kommunikationsberater Peter Filzmaier steckte seine Position gleich zu Beginn der Keynote ab: "Ich bin als 'friendly alien' hier, eröffnete er seine Rede, mit der der Institutional Money Insurance Day 2021 beschlossen wurde. Sollte heißen: Nicht als Finanzexperte, sondern als Kommunikationsexperte, der die Zusammenhänge zwischen Geld, gesellschaftlichen Normen, Politik und nicht zuletzt Medien aufzeigt.

Dabei legte er vor allem ein Schlaglicht darauf, welche Aspekte eine breitenwirksame Vermittlung von Finanz-, und Wirtschaftsthemen erschweren. Da wäre zunächst, "die Zahl" an sich. Übersteigen diese eine gewisse Höhe, sind sich schlicht nicht mehr zu erfassen und werden dann nur noch anhand von Beispielen geschildert. "Statt von Millionen oder Milliarden sprechen gerade Politiker dann gerne von einer Summe im Gegenwert so-und-so-vieler Einfamilienhäuser, Monatsgehälter etc."

Schwierige Darstellung
Insgesamt seit das Thema "Finanz" auch schwer in allgemeinen TV-Formaten darzustellen, erklärte der Wissenschafter, der in Österreich vor allem für seine pointierten Polit-Analysen im ORF bekannt ist – dort habe man in der Regel "für ein Zitat 12 - 15 Sekunden Zeit". Da sei es schwierig, komplexe Zusammenhalte darzustellen. Doch auch in Text-Medien sei es schwierig, das Thema "Finanz" zu bebildern.

Die Vertrauenskrise in der Politik sei jedenfalls aufgrund von Überschwapp-Effekten auch ein Thema für andere öffentliche Institutionen aber auch für Banken und Versicherungen. In wie weit man gerade bei Versicherungen deren Relevanz als Finanzmarkt-Akteur kommunizieren könne, sei ohnehin fraglich, das "das Branding über den Aspekt der Versicherung an sich sehr erfolgreich und prominent" sei, und alle anderen Aspekte der Branche überschatte, so der Politologe. (hw)


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