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DWS stellt Deutschlandvertrieb neu auf, Insti-Chef räumt seinen Posten

Ein knappes halbes Jahr leitet Harald Rieger mittlerweile den Vertrieb im Heimatmarkt der DWS. Jetzt verschlankt er die Teamstruktur. Ein Opfer der Neuausrichtung ist der Chef des institutionellen Vertriebs, Sven Simonis.

Harald Rieger
Harald Rieger, DWS: "Es geht uns mit der neuen Struktur nicht darum, Stellen zu sparen, sondern unsere Schlagkraft zu erhöhen."
© DWS

Sven Simonis wird seinen Posten räumen, die einzelnen Teams werden künftig direkt an Harald Rieger berichten. Ob Simonis der DWS langfristig treu bleibt, ist noch offen. "Wir führen derzeit Gespräche", so Rieger im Gespräch mit unserer Redaktion. "Klar ist, dass ich während einer Übergangszeit sehr eng mit Sven Simonis zusammenarbeiten werde."

Simonis leitet das Geschäft mit institutionellen Kunden in Deutschland und Österreich seit August 2016. Im März dieses Jahres war er gewissermaßen degradiert worden, weil er fortan nicht mehr direkt an den im Dezember 2018 bestellten DWS-Vertriebschef Dirk Goergen berichtete, sondern an Rieger.

Umbau im Retailbereich
Für das Retailgeschäft werden mehrere kleine Teams in vier größeren Einheiten zusammengefasst. "Ziel ist, uns noch enger an den Bedürfnissen unserer Kunden auszurichten", sagte Harald Rieger, der seit Anfang März den Vertrieb des Fondsanbieters in Deutschland und Österreich leitet, im Gespräch. "Wir bringen die Kollegen, die ähnliche Kunden betreuen, näher zusammen."

Eine der vier Gruppe wird sich um den Bankvertrieb kümmern. "Hier geht es um das Geschäft mit der Deutschen Bank und der Postbank, aber auch um Drittbanken", so Rieger. Geleitet wird diese Einheit von Max Bock, der bislang schon den Vertrieb an die Deutsche Bank und die Postbank verantwortete.

"Stärkere Verzahnung des Vertriebs aktiver und passiver Produkte"
Ein zweites Team ist verantwortlich für Vermögensverwalter, Asset Manager und "Passive Sales", also insbesondere den ETF-Vertrieb. Rieger spricht von "Kunden, die selbst Portfolioentscheidungen treffen und mit denen wir im täglichen Austausch über die Kapitalmärkte stehen." In dieser Gruppe arbeiten unter anderem die Kollegen, die bislang Klienten bei ihren passiven Investments betreut haben. Komplettiert wird sie durch das Team für aktive Produkte.

Patrick Diel, der weiterhin Chef des ETF-Sales in Deutschland ist, wird zusätzlich die Gesamtverantwortung für dieses Team übernehmen. Er berichtet an Rieger und Simon Klein, den Leiter des Passiv-Geschäfts in Europa und Asien-Pazifik. "Die stärkere Verzahnung des Vertriebs aktiver und passiver Produkte ist eine echte Weiterentwicklung unserer Kundenbetreuung", sagt Rieger. "Dies resultiert unter anderem aus der gesteigerten Nachfrage dieser Kundengruppe nach passiven Instrumenten."

Frank Breiting leitet Vertrieb an Versicherer und IFAs
In der dritten Einheit wird der Vertrieb an Versicherer und IFAs, also die freien Vermittler, gebündelt. Leiter ist Frank Breiting, der bereits seit Jahren das Altersvorsorge- und Retail-Versicherungsgeschäft der DWS verantwortet. Rainer Ziegler, der das bisherige IFA-Team leitete, wird unter Breiting weiterhin für die Betreuung des freien Vertriebs zuständig sein. "Die Ansprechpartner unserer Kunden werden in fast allen Fällen die gleichen bleiben", betont Rieger. "Eine hohe Kontinuität in den Kundenbeziehungen ist uns sehr wichtig. Die DWS hat über Jahre sehr enge Verbindungen zu ihren Kunden aufgebaut. Diese starken Beziehungen möchten wir auf jeden Fall aufrechterhalten und weiter pflegen."

Eine wesentliche Änderung gibt es nur bei dem Team, das die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) betreut: Dieser vierten Einheit steht nun Stefan Vollmer vor, der schon seit 2003 bei der DWS arbeitet und zuletzt den Vertrieb an die Sparkassen und Genossenschaftsbanken verantwortete.

Geschäft in Deutschland hat "absolute Priorität"
Rieger betont, die Neuordnung des Vertriebs habe keine unmittelbare Auswirkungen auf die Zahl der Mitarbeiter. "Es geht uns mit der neuen Struktur nicht darum, Stellen zu sparen, sondern unsere Schlagkraft zu erhöhen", sagt er. "Wir verwalten mehr als 300 Milliarden Euro für Privatanleger und institutionelle Kunden in Deutschland. Da ist klar, dass dieses Geschäft absolute Priorität für unser Haus genießt." Insbesondere das Team für die Betreuung institutioneller Kunden solle perspektivisch weiter aufgestockt werden. "Wir möchten unseren Marktanteil in diesem Bereich weiter ausbauen", kündigt Rieger an. (bm)

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