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DWS reorganisiert Vertrieb

Vor rund drei Monaten löste Dirk Goergen als DWS-Vertriebschef Thorsten Michalik ab. Nun müssen ehemalige Michalik-Vertraute ihren Posten räumen. Im Geschäft mit institutionellen Investoren wird hingegen weiterhin auf Konstanz gesetzt.

Harald Rieger
Harald Rieger löst Hagen Schremmer als Leiter des Retail-Vertriebs der DWS in Deutschland und Österreich ab.
© DWS

Der neue Vertriebschef der DWS hat Teams aus anderen Teilen des Unternehmens für seinen Bereich gewonnen, neue Führungskräfte ernannt und die Aufstellung der Sales-Mannschaft des Fondsanbieters verändert. Das geht aus einer internen E-Mail von Dirk Goergen hervor, die unserer Redkation vorliegt.

Goergen verantwortet seit Dezember als "Head of EMEA Coverage" den Vertrieb der DWS in der Region Europa, Nahost und Afrika. Seine Berufung war eine der ersten wichtigen Personalentscheidungen von Asoka Wöhrmann, den die Deutsche Bank Ende Oktober 2018 zum neuen Chef ihrer Fondstochter machte. Goergen löste Thorsten Michalik ab, der unter Wöhrmanns Vorgängern Karriere gemacht hatte.

Harald Rieger neuer starker Mann, Insti-Vertrieb muss berichten
Die für den hiesigen Markt wichtigste Personalentscheidung Goergens: Ab sofort verantwortet Harald Rieger den Retail-Vertrieb in Deutschland und Österreich, der für den Asset Manager wichtigsten Region. Er hatte bislang das Team der Investmentspezialisten in der EMEA-Region geleitet.

"Hagen Schremmer wird sich nach einer Übergangszeit, während der er eng mit Harald zusammenarbeiten wird, von seinen derzeitigen Aufgaben zurückziehen", heißt es in der Mail. Schremmer war im Februar 2017 von Michalik zum Leiter des Retail-Vertriebs in Deutschland und Österreich berufen worden. Er soll laut interner Mitteilung "eine neue Aufgabe" übernehmen – denkbar ist jedoch auch, dass er das Haus verlässt.

Das Geschäft mit institutionellen Investoren in Deutschland und Österreich verantwortet weiterhin Sven Simonis. Er wird künftig jedoch nicht mehr direkt an Goergen berichten, sondern an Rieger, was den Retail-Vertrieb aufwertet.

Ferdinand Haas leitet neues Team
Die wichtigste strukturelle Änderung: Die DWS bildet ein zentrales Team namens "Client Insights and Investment Specialists". In diesem werden drei Sparten zusammengeführt, nämlich "Investment Advisory" und "Client Strategy", die bislang schon dem Vertrieb zugeordnet waren, sowie die "Investment Specialists", die Teil der Investmentplattform waren.

Die Investmentspezialisten arbeiten an der Schnittstelle zwischen Fondsmanagement und Vertrieb: Sie sind nah dran am Portfoliomanagement und sollen dieses Wissen in Kundengespräche einbringen. Ihre Aufgabe wird sich nicht ändern, doch von nun an sind sie offiziell Teil des Vertrieb – und nicht mehr des Fondsmanagements.

Der neue Bereich werde "Thought Leadership und kundenorientierte Lösungen sowie themen- und produktbezogene Unterstützung liefern", schreibt Goergen. Geleitet wird er von Ferdinand Haas, der die Investmentspezialisten bislang schon unter sich hatte und nun zusätzliche Verantwortung erhält.

Gero Schomann wird neuer "Chief of Staff"
Nicht nur die Investmentspezialisten wandern in den Vertrieb, auch das sogenannte RfP-Team gehört künftig zu diesem Bereich. Die Abkürzung steht für "Request for Proposal": Diese Mitarbeiter bereiten die Unterlagen vor, mit denen die DWS bei Ausschreibungen um große Mandate teilnimmt.

Berichten wird das RfP-Team an Gero Schomann, der spätestens Ende des ersten Quartals von der Deutschen Bank zur DWS wechselt. Schomann wird außerdem das Business Development leiten und als "Chief of Staff" fungieren. Als solcher wird er auch das Tagesgeschäft im EMEA-Vertrieb führen – quasi als Goergens rechte Hand. Sandra Niethen, die unter Michalik als "Chief of Staff" fungierte, verlässt die DWS.

Kai Bald geht, Frank Stransky kommt
Mit Schomann wechselt auch Frank Stransky vom Mutterkonzern zur Fondstochter. Er arbeitet seit 1999 bei der Deutschen Bank, für die er zuletzt den Online-Broker Maxblue leitete. Stransky wird gemeinsam mit Andre Jaekel das IKS/Digital-Team führen. IKS steht für "Investment-Konto-Service", also die Depotführungstechnologie hinter der Fondsplattform der DWS. Jaekel steigt innerhalb des Teams auf.

Damit erhält das Team, das auch die digitale White-Label-Vermögensverwaltung "Wise" verwaltet, eine neue Doppelspitze. Stephan Scholl, einer der beiden bisherigen Leiter, hatte das Haus bereits zum Jahresende verlassen. Nun wird auch Kai Bald gehen, ein weiterer Michalik-Vertrauter. Bald hatte zuletzt mit der Vermarktung von "Wise" Erfolge gefeiert – mittlerweile setzen zahlreiche Vertriebspartner der DWS auf diese Online-Vermögensverwaltung.

Auf Länderebene ändert sich wenig
Die Länderverantwortlichkeiten im EMEA-Vertrieb bleiben gleich – abgesehen von der Stabübergabe von Schremmer an Rieger im Heimatmarkt. Maria Ryan verantwortet das Geschäft in Großbritannien und den nordischen Staaten. Für Benelux ist Pieter Furnée zuständig, für die Schweiz, Italien und die iberische Halbinsel Manuel Faccio. Der französische Markt wird aufgewertet: Olivier Dubost-de-Cadalvène, der auch die MENA-Region verantwortet, berichtet künftig direkt an Goergen. Ein Grund dafür dürfte die im vergangenen Oktober geschlossene strategische Partnerschaft mit Tikehau Capital sein, einem französischen Spezialisten für alternative Investments, der sich auch als Aktionär beim DWS-Börsengang vor knapp einem Jahr beteiligt hat.

Auch die Spezialisten-Teams behalten ihre Chefs: Simon Klein leitet weiterhin das "Passive Coverage Team" für ETFs und andere Indexinvestments, Gianluca Muzzi steht dem Team für alternative Investments vor, und Michele Gaffo betreut mit seinen Mitarbeitern die Versicherer. Gaffo hatte federführend die im Herbst 2018 verkündete Fondspolicen-Kooperation der DWS mit dem italienischen Versicherer Generali ausgehandelt. (bm)

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