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DWS: Im institutionellen Geschäft kommt es zu einem Comeback

Deutsche Asset & Wealth Management, DWS und nun zum zweiten Mal Deutsche Asset Management: Die Fondstochter der Deutschen Bank will international wachsen und rechnet sich mit dem neuen alten Namen bessere Chancen aus. Das Kürzel DWS bleibt aber bestehen.

Stefan Hoops, DWS: "Mit Deutsche Asset Management bauen wir auf eine Markenidentität, die international erkannt wird und bei unseren institutionellen Kunden weltweit bereits gut positioniert ist."
Stefan Hoops, DWS: "Mit Deutsche Asset Management bauen wir auf eine Markenidentität, die international erkannt wird und bei unseren institutionellen Kunden weltweit bereits gut positioniert ist."© Christoph Hemmerich / Institutional Money

Eckpunkte:

  • Die DWS setzt wieder auf die Marke "Deutsche Asset Management"
  • Mit dieser soll vor allem im internationalen Geschäft, im Bereich Private Markets und bei institutionellen Investoren gepunktet werden

„Gateway to Europe“
Die DWS Group hat diese Woche bekannt gegeben, dass sie Anfang November 2026 „Deutsche Asset Management“ als neue globale Markenidentität einführen wird. Die neue Markenidentität soll die Positionierung des Unternehmens als „Gateway to Europe“ für Investoren weltweit unterstützen. Gleichzeitig unterstreicht sie die deutsche und europäische Herkunft der Gruppe und bringt ihre globalen Wachstumsambitionen über Regionen und Kundensegmente hinweg zum Ausdruck. Als globale Markenidentität soll sie die Leistungen, die Expertise und die Performance, die die Gruppe weltweit für ihre Kunden erbringt, bündeln.

Die neue Markenidentität soll die etablierten Produktmarken unter einem Dach zusammenführen: DWS für das europäische Active-Private-Wealth-Geschäft, Xtrackers für das globale ETF- und Passive-Mandate-Geschäft sowie RREEF für die US-Immobilienexpertise. Die bestehenden Produktnamen und -marken bleiben weitgehend unverändert. Ab November dieses Jahres wird der Zusatz „by Deutsche Asset Management //“ die Produktmarken stärker mit der globalen Plattform verbinden.

Für institutionelle Kunden sowie Services im Bereich Private Markets wird Deutsche Asset Management verwendet.

Wiederbelebte Marke soll internationales Geschäft pushen
„Mit Deutsche Asset Management schaffen wir eine internationale Identität und Heimat für unsere starken und etablierten Marken: Die DWS steht für 70 Jahre Erfolgsgeschichte, wenn es darum geht, Alpha im aktiven Portfoliomanagement für unsere Kunden im Heimatmarkt zu schaffen“, erklärt Stefan Hoops, CEO der DWS Group. „Indem wir die DWS auf ihre Kernkompetenz in Deutschland und Kerneuropa fokussieren, stärken wir ihre Bekanntheit und Wirkung weiter. Mit Xtrackers haben wir eine großartige eigenständige Marke für ETFs und Passive Mandate am Markt etabliert, die davon profitieren wird, Teil der Deutsche Asset Management-Familie zu sein. Und mit RREEF bauen wir auf mehr als 50 Jahren Immobilienexpertise in Kernmärkten auf.“

Laut Hoops sind die eigenen Ambitionen international. Das erfordere einen neuen Ansatz: mehr Präsenz bei institutionellen Kunden und größere Sichtbarkeit in Regionen außerhalb Deutschlands und Europas: „Mit Deutsche Asset Management bauen wir auf eine Markenidentität, die international erkannt wird und bei unseren institutionellen Kunden weltweit bereits gut positioniert ist.“

Produktnamen bleiben unverändert
„Deutsche Asset Management“ wird künftig als globale Markenidentität des Unternehmens dienen. Die bestehenden Produkt- und Fondsnamen sowie die jeweiligen Investment-Franchises mit ihrer spezifischen Expertise bleiben unverändert.

Jede Marke behält laut DWS ihre eigene Identität, ihren Charakter und ihre Expertise. Der Zusatz „by Deutsche Asset Management //“ macht deutlich, dass alle Marken Teil einer globalen Asset-Management-Plattform mit gemeinsamen Standards, Skalenvorteilen und institutioneller Glaubwürdigkeit sind.

Für Geschäftsbereiche mit überwiegend globaler oder institutioneller Ausrichtung sowie für Private-Market-Investments wird Deutsche Asset Management direkt als Marke genutzt. Die jeweiligen Produktnamen bleiben unverändert.

Ab November 2026 wird die Einführung der neuen globalen Dachmarke schrittweise erfolgen. Der Rollout soll bis März 2027 abgeschlossen sein. Der Name der Muttergesellschaft bleibt vorerst DWS Group GmbH & Co. KGaA. Auch das Börsenkürzel DWS bleibt unverändert bestehen.

Alle paar Jahre erfolgt ein Rebranding
Seitdem Hoops 2022 die Leitung der Deutsche-Bank-Tochter von Asoka Wöhrmann übernommen hatte, kursierten immer wieder Berichte über eine mögliche Markenänderung. So soll Hoops bereits kurz nach seinem Amtsantritt eine Rückbenennung erwogen haben. Jüngst kamen erneut entsprechende Meldungen auf. Die Begründung lautete, dass sich das Haus als Deutsche AM unter internationalen institutionellen Investoren eine größere Präsenz erhofft.

Mit „Deutsche Asset Management“ belebt die Fondstochter nun tatsächlich der größten deutschen Bank einen Markennamen wieder, den das Haus in Vorbereitung auf den Börsengang im Jahr 2018 verschwinden ließ.

In der Geschichte des Fondsanbieters gab es immer wieder Umbenennungen: Das Haus hatte bereits 2013 das Kürzel DWS aufgegeben und sich zunächst in Deutsche Asset & Wealth Management umbenannt. Im Zuge einer Umstrukturierung wechselte die Betreuung vermögender Kunden zurück in die Bank. Damit firmierte die Fondssparte seit 2016 als Deutsche Asset Management, bevor dann wieder auf DWS umgeschwenkt wurde. Nun steht das nächste Rebranding an…. (aa)/(ert)

Übersicht über das Markenportfolio der DWS Group

„Deutsche Asset Management //“ soll die neue Dachmarke werden, die bereits starken Produktmarken bleiben bestehen

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