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Diese Pensionskasse feiert ihren 100. Geburtstag

Man mag es kaum glauben: Die Pensionskasse der Stadt Arbon in der Schweiz feiert im August 2019 dieses Jubiläum. Trotz vielen Herausforderungen hat sie sich gut entwickelt und befindet sich heute in gesundem Zustand. Nicht zu vergessen: Sie blieb von Weltkriegen und Währungsreformen verschont.

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Ein netter Flecken Erde ist die Schweizer Stadt Arbon mit ihren an die 15.000 Einwohnern. Ihre Pensionskasse feiert das hundertjährige Jubiläum.
© Archiv

Wie "nau.ch" schreibt, gleicht die Entwicklung der Pensionskasse der Stadt Arbon einer Erfolgsstory. Heute zählt die selbständige öffentlich-rechtliche Körperschaft rund 360 Aktiv-Versicherte und 160 Rentner. Das Verhältnis zwischen aktiven und passiven Mitgliedern ist damit als gesund zu bezeichnen. Der Deckungsgrad betrug per Ende 2018 rund 106 Prozent, und das Kapital erreichte mehr als 85 Millionen Schweizer Franken. Insgesamt haben sich neun Arbeitgeber der Kasse angeschlossen. 

Gegründet im alten Rathaus von Arbon 1919 
Versichert war vorerst das Personal der Munizipal- und der Ortsgemeinde, der Ortspolizei, des Gaswerkes und der Schulgemeinde, somit insgesamt 76 Personen. Das Gründungskapital hatte 54.000 Franken betragen, das maximal versicherte Jahresgehalt 5.000 Franken. Zum Vergleich: eine 3-Zimmer-Wohnung mit einfachem Ausbaustandard in der Arboner Altstadt kostete damals ungefähr 50 Franken pro Monat.

Alte und neue Herausforderungen ähneln sich frappant
Die Annalen der PK Arbon zeigen Herausforderungen, die auch in der heutigen Zeit immer noch oder wieder aktuell sind. So bekundete die Oensionskasse Arbon Anfang der 1930er-Jahre offensichtiche Mühe, "flüssig gewordene Gelder" anzulegen. Heute hat man wohl ganz ähnliche Probleme.

Krise Mitte der 1950er-Jahre, um das Millenium herum weit besser als der Schnitt
Damals bereitete die steigende Lebenserwartung der Pensionskasse ordentlich  Kopfzerbrechen. Man reagierte zum Teil mit Rentenkürzungen für die neu Pensionierten, schreibt "nau".  Anfang des 21. Jahrhunderts wiesen rund 70 Prozent der Schweizer Pensionskassen aufgrund der negativen Börsenentwicklung eine Unterdeckung aus. Der Deckungsgrad der Pensionskasse Arbon betrug Ende 2003 101,3 Prozent. Die damalige Verwaltungskommission traf verschiedene Maßnahmen, um die finanzielle Zukunft sichern zu können.

Heutiger Verwaltungsrat mit ähnlichen Themen konfrontiert
So ist es auch aktuell schwierig, aufgrund der tiefen Zinsen die notwendige Rendite zu erzielen. Genauso steigt die Lebenserwartung nach wie vor laufend, was unter anderem zu Diskussionen über den Umwandlungssatz bei Pensionierungen führt. (kb)

 

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