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Die Haftpflichtkasse: Hackerangriff schlimmer als ursprünglich gedacht

Bei einem Hackerangriff auf Die Haftpflichtkasse VVaG sind mehr Daten entwendet worden als bislang bekannt geworden. Den Erpresserforderungen soll nicht nachgekommen werden.

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© vectorfusionart / stock.adobe.com

Der Hackerangriff auf Die Haftpflichtkasse VVaG scheint größer zu sein, es seien mehr Daten gestohlen worden als bislang bekannt, berichtet Bloomberg News. Nach der Cyberattacke im Juli stehe nun fest, dass weitere Daten abgeflossen sind, teilte das Unternehmen aus der Nähe von Darmstadt am Mittwoch mit. Bisher seien nur wenige Daten bekannt gewesen. Es handele sich teilweise auch um personenbezogene Daten. Betroffene würden informiert. 

“Wir bedauern sehr, dass durch den kriminellen Angriff auf die Haftpflichtkasse auch weitere Personen Opfer dieser Machenschaften sind. Leider war nicht auszuschließen, dass die Angreifer rücksichtslos weitermachen“, erklärte Vorstandsmitglied Torsten Wetzel.

Mit 380 Mitarbeitern betreut der deutschlandweit aktive Schaden- und Unfallversicherer Haftpflichtkasse rund zwei Millionen Versicherungsverträge mit einem Beitragsvolumen von mehr als 200 Millionen Euro.

Unternehmen zeigt Härte
Zuvor hatte das Unternehmen erklärt, es gehe auf “Erpresserforderungen” nicht ein. Es seien Forderungen gestellt worden. Nähere Angaben dazu wollte ein Sprecher auf Nachfrage nicht machen. 

Der Versicherer hatte nach dem Hackerangriff seine IT-Systeme vom Netz genommen und war danach weder über Internet und noch über Telefon erreichbar. Auch war nur ein eingeschränkter Geschäftsbetrieb möglich. Nach früheren Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) handelte es sich um einen Einzelfall, weitere Fälle seien nicht bekannt. 

Nachdem die Homeoffice-Quote bei vielen Unternehmen aufgrund der Pandemie vergangenes Jahr gestiegen war, hatte die Allianz vor Schäden durch die Umstellung auf Heimarbeit gewarnt. Ihre Industrieversicherungstochter AGCS hat “einige erste Cyber-Schadenfälle beobachtet, die indirekt auf die Pandemie zurückzuführen sind”, wie sie im November mitteilte. (aa)

 

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