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CFA-Institute-Umfrage: Die Eishockeyschläger-Erholung

Das CFA-Institute hat unter 13.278 Mitgliedern nachgefragt, in wieweit Covid an den Grundfesten der weltweiten Kapitalmärkte rüttelt. Was es in diesem Zusammenhang mit Hockeyschlägern, Alternativlosigkeit und unethischem Verhaltens auf sich hat, erfahren Sie in der unten angeführten Bildgalerie.

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Anm.: Bei schlechter Lesbarkeit bitte auf das Lupenelement rechts oben klicken.

Im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Lockdown verloren Wertpapiere weltweit seit Mitte Februar zwischenzeitlich rund 20 bis 30 Prozent an Wert. Die Volatilitäten erreichten ähnliche Niveaus wie während der Finanzkrise im Jahr 2018.

Alarmierend: Fast die Hälfte der deutschen Teilnehmer (46 Prozent) befürchtet vor dem Hintergrund dieser Marktverwerfungen eine Zunahme unethischen Verhaltens in den Finanzhäusern. „Wenn die Investmentbranche ethische Standards, auf die sie sich in Nicht-Krisenzeiten verpflichtet hat, nun relativiert oder gar aussetzt, dann wäre dies ein fatales Signal. Sparer und Anleger, die Finanzdienstleistungen nachfragen, müssen Vertrauen in den Anbieter haben. Dieses Vertrauen speist sich aus der Kompetenz und Ehrlichkeit des Anbieters“, so Susan Spinner.

Die Mitglieder des CFA Institute sind der Meinung, dass aufsichtsrechtliche Pflichten und Verhaltensregeln nicht als Reaktion auf die Krise gelockert werden sollten. Bei der Frage, welche Instrumente den Regulierungsbehörden zur Verfügung stehen, stimmten 88 Prozent der deutschen Teilnehmer (weltweit: 75 Prozent) zu, dass Investmentfirmen, die während der Krise Nothilfen erhalten, keine Dividenden oder Boni ausschütten sollten. 72 Prozent der Deutschen (weltweit: 83 Prozent) sprechen sich gegen ein Verbot von Leerverkäufen während der Krisenphase aus. Interessanterweise regen 79 Prozent der Deutschen (weltweit: 84 Prozent) eine Überprüfung der Rolle von ETFs während der Krise an, um deren potenziellen systemischen Einfluss auf Marktvolatilität, Liquidität, Preisfindung sowie etwaige Panikverkäufe zu ermitteln.
© CFA

Welche langfristigen Folgen wird die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste Krise auf die globalen Kapitalmärkte haben? In einer weltweiten Umfrage hat das CFA Institute dazu 13.278 Verbandsmitglieder, davon 258 aus Deutschland, befragt. Mit den Ergebnissen liegen Einschätzungen der Investmentbranche zur wirtschaftlichen Rezession sowie zu Fragen der künftigen Finanzmarktregulierung und der Rolle von Regierungen und Zentralbanken vor. Die Umfrage wurde im Zeitraum 14. bis 24. April 2020, vornehmlich unter Portfolio und Wealth Managern sowie Finanzanalysten, online durchgeführt.

Von Hockeyschlägern und Alternativlosigkeit
Zusammengefasst haben wir in der oben angeführten Bildgalerie die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung – Stichwort: Hockeyschläger –, welche Auswirkungen die Krise auf die Finanzbranche haben wird – Stichwort: Konsolidierung –, welche Rolle die Regierungen und Zentralbanken spielen und gespielt haben – Stichwort: Alternativlosigkeit – und welche Auswirkungen die Situation auf die Standards der Branche haben – Stichwort: Unethisches Verhalten. Zu den Ergebnissen kommen Sie entweder hier, oder indem Sie in das oben angeführte Bild klicken.

Weiter unten finden Sie als pdf die gesamte CFA-Studie in englischer Sprache. (hw)


Anhang:

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