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Deutsche Versicherer wollen Pflicht-Beiträge für Pandemiefonds

Wie ein zukünftiger Pandemiefonds aussehen könnte, hat ein hochrangiger Vertreter der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Mitte dieser Woche skizziert.

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© Photocreo Bednarek / stock.adobe.com

Die deutschen Versicherer bevorzugen für den von ihnen vorgeschlagenen Fonds zur Abdeckung künftiger Pandemieverluste, an dem sich der Staat beteiligen soll, obligatorische Beiträge bestimmter Unternehmen statt freiwilliger Einzahlungen. Das erklärte Norbert Rollinger, Vorsitzender des Präsidialausschusses für Risikoschutz im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), am Mittwoch bei einer Medienkonferenz.

Es bezeichnete es laut Bloomberg als wichtig, dass in dem Fonds über einen langen Zeitraum Gelder angesammelt werden, damit er bei einem Schadensfall auch eine gewisse Schlagkraft hat. Laut Rollinger, der auch die genossenschaftliche R+V Ver­si­che­rung führt, sind die Gespräche mit der Politik zum Aufbau eines Fonds allerdings noch nicht weit fortgeschritten. Momentan gehe es vor allem erst einmal um die Bewältigung der aktuellen Pandemie.

Der Verband hatte im vergangenen Jahr die Schaffung einer rechtlich eigenständigen Gesellschaft vorgeschlagen, mit der Kapital für künftige Pandemie-Risiken eingesammelt werden soll.

Verschiedene Schichten
“Die Absicherung der Risiken erfolgt dabei über vier Schichten – zunächst Erst- und Rückversicherer, dann der Kapitalmarkt über die Ausgabe von Pandemie-Bonds und schließlich würde der Staat einspringen“, erklärte Jörg Asmus­sen, heute Haupt­ge­schäfts­füh­rer des GDV, im vergangenen Juni in einem Interview mit Bloomberg News. Der Fonds solle staatliche Hilfen nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. (aa)

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