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Deutsche Bank will zentrale IT-Systeme in Googles Cloud auslagern

Die Deutsche Bank startet die größte Initiative zur Modernisierung ihrer Computersysteme, die sie seit Jahren beeinträchtigt haben. Sie geht davon aus, letztlich große Teile ihres Kernbankensystems durch von Google betriebene Alternativen zu ersetzen.

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© greenbutterfly/krissikunterbunt/stock.adobe.com/Montage: FONDS professionell

Die Deutsche Bank und Google haben am Freitag eine Cloud-Computing-Vereinbarung abgeschlossen, laut der das deutsche Kreditinstitut einen Großteil seiner Daten auf die Google-Server verlagern wird, erklärt Technologie-Chef Bernd Leukert. Die beiden Firmen vereinbarten auch die gemeinsame Entwicklung von Produkten, darunter neue Kreditangebote und Apps für Privatkunden.

Die Transaktion werde “zentrale Anwendungen unserer IT” umfassen, sagte Leukert in dem Bloomberg-Interview. Allerdings werde nur die Deutsche Bank den Schlüssel zur Dekodierung der Daten haben, die sie in die Cloud verlagert, fügte er hinzu.

Kostensenkungen über Automatisierung und Technologieverbesserungen sind ein Kernstück des Turnaround-Plans von Vorstandschef Christian Sewing. Für die Alphabet-Tochter Google ist die Vereinbarung ein Schritt, in das wachsende Cloud-Geschäft mit europäischen Banken vorzudringen. Dieses wird derzeit von Microsoft und Amazon dominiert, wie eine Analyse von Bloomberg News in diesem Jahr zeigte.

Wieviel genau von den Systemen die Deutsche Bank in die Google-Cloud bringen wird, hängt von “rechtlichen, aufsichtsrechtlichen und Datenschutz-Überlegungen ab”, sagte Leukert.

Die beiden Unternehmen wollen einen Teil der zusammen entwickelten Technologie als White-Label-Produkte an andere Finanzdienstleistungsunternehmen verkaufen und die Erlöse teilen, sagte Leukert.

Der Vertrag solle mindestens zehn Jahre laufen, und die Deutsche Bank rechnet durch die Zusammenarbeit mit einem kumulativen Ertrag auf das Investment von einer Milliarde Euro, hatte Bloomberg News zuvor berichtet. (aa)

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