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Deutsche Bank will höhere Boni gewähren

Deutschlands größte Privatbank will ihren Rentenhändlern höhere Bonuszahlungen zugestehen, um deren gute Performance in diesem Kalenderjahr entsprechend zu honorieren.

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© lavizzara / stock.adobe.com

Die Deutsche Bank erwägt, die Boni für ihre Händler im Bereich Festverzinsliche um etwa zehn Prozent anzuheben, um ihre Leistung in einem guten Jahr zu honorieren. Angesichts des vorherigen Personalabbaus und Senkungen der Leistungsprämien in vielen anderen Bereichen werde der Gesamtbetrag, den das Geldinstitut an variabler Vergütung zahlt, wahrscheinlich leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, und der Betrag könne sich noch ändern, hieß es laut einem Bloomberg-Bericht weiter.

Ungeliebtes Handelsgeschäft ist derzeit eine Ertragsperle
Bei seinem Turnaround-Plan ist der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing zunehmend abhängig vom Handelsbereich. Die Covid-19-Pandemie hat einen globalen Anstieg der Volumina angeheizt, während die Negativzinsen auf anderen Geschäftsfeldern lasten. Ursprünglich hatte der Deutsche-Bank-Chef geplant, das Handelsgeschäft weiter zurückzustutzen und sich mehr auf das Unternehmensbankgeschäft zu konzentrieren. Nun muss er den Spagat hinbekommen, Spitzen-Mitarbeiter in der Investmentbank zu halten, aber gleichzeitig die Aufforderung der Aufsicht zu erfüllen, bei der Vergütung Maß zu halten.

Sewing hatte in einem Interview mit Bloomberg TV in diesem Monat gesagt, die Bonus-Entscheidung der Deutschen Bank werde die Outperformance honorieren. Sie werde auch die Bonuszahlungen bei den Wettbewerbern und die Performance des Bereichs im restlichen Jahresverlauf berücksichtigen, sagte er.

Andere Wall Street-Größen zahlen auch mehr
Mit einem Anstieg von etwa zehn Prozent würde die Deutsche Bank im Mittelfeld der von den Konkurrenten festgelegten Spanne liegen. JPMorgan Chase & Co. und Goldman Sachs werden die Boni für Händler um bis zu 20 Prozent anheben, Barclays erwägt Steigerungen von etwa zehn Prozent und Bank of America Corp. spielt mit dem Gedanken, das gesamte Bonusvolumen in etwa unverändert zu belassen..

Die Anleihehändler unter Ram Nayak und die Mitarbeiter von Mark Fedorcik im Segment Unternehmensfinanzierung dürften höhere individuelle Prämien erhalten, nachdem die Erträge bei der Investmentbank in den ersten neun Monaten des Jahres um 35 Prozent gestiegen sind und eine jahrelange Abwärtsbewegung beendeten. Die Volumina sind der Bank zufolge im Oktober und November weiter gestiegen.

Brot- und Buttergeschäft schwächelt
Die Privatbank und die Unternehmensbank sind indes laut Bloomberg zwischen Januar und September um jeweils ein Prozent geschrumpft. Die Privatbanker unter Karl von Rohr und die Unternehmensbanker unter Stefan Hoops werden sich voraussichtlich auf niedrigere Boni einstellen müssen, sagten die Personen gegenüber der Nachrichtenagentur.

Europäische Banken stehen auch unter Druck seitens der Europäischen Zentralbank, bei der Bonusentscheidung äußerste Zurückhaltung zu üben. Der führende Aufseher im Euroraum möchte sicher stellen, dass die Banken ihre Kapitalpolster nicht aufbrauchen, während die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie weiterhin unklar sind. (aa)

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