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Deutsche Bank: Umbau lässt Investoren Gelder abziehen

Die Redimensionierung des Geschäfts mit Hedgefonds bringt die Deutsche Bank von unerwarteter Seite unter Druck.

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© Krisztian Bocsi / Bloomberg

Bei der Deutschen Bank werden täglich derzeit rund eine Milliarde Euro US-Dollar an Geldern abgezogen. Dafür verantwortlich sind u.a. die vor wenigen Tagen geäußerten Umbaupläne des Konzerns. Darüber berichtet "Bloomberg News".

Als die Deutsche Bank bekannt gab, dass sie im Rahmen ihres historischen Rückzugs das Geschäft mit der Betreuung von Hedgefonds aufgeben würde, sah es danach aus, dass der französische Konkurrent BNP Paribas davon profitieren würde. Aber die Realität sei laut Bloomberg komplizierter:

Hedgefondsgeschäft ist eine komplexe Angelegenheit
Die beiden europäischen Bankenriesen diskutieren, wie mit Hedgefonds verbundene Salden in Höhe von 150 Milliarden Euro in der sogenannten Prime-Brokerage-Sparte der Deutschen Bank zusammen mit Technologie und möglicherweise Hunderten von Mitarbeitern transferiert werden sollen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Jedoch haben den unterrichteten Kreisen zufolge die Kunden des deutschen Kreditinstituts täglich rund eine Milliarde US-Dollar an Geldern abgezogen und transferiert, während die Banken die Details besprechen. Das bringe sie unter Druck, bald einen Deal abzuschließen, sagten Bloomberg-Informanten.

Deutsche Bank am Rückzug, BNP Paribas in der Offensive
Die Deutsche Bank zieht sich aus dem Geschäft mit riskanten Hedgefonds-Kunden zurück, nachdem der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing eine radikale Restrukturierung der angeschlagenen deutschen Großbank anstrebt, während sein BNP-Amtskollege Jean-Laurent Bonnafe in der Branche expandieren will.

Ein Deal dieser Größenordnung wäre ein anschauliches Beispiel für den Rückzug der Deutschen Bank aus dem globalen Investmentbanking, während er möglicherweise ihren französischen Rivalen von einem kleinen Akteur in der sogenannten Prime-Brokerage-Branche zu einem der größten in Europa machen könnte.

Alexandra Umpleby, eine Sprecherin von BNP in London, sagte, dass die Bank “weiterhin entschlossen ist, ihre institutionelle Kundenplattform weltweit auszubauen, einschließlich der Stärkung der Kapazitäten in den Bereichen Prime Finance und Elektronische Aktien.” Sie wollte sich nicht näher dazu äußern, wie viele Kundensalden die französische Bank erwerben möchte. (aa)

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