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Deutsche Bank sieht Home-Office-Flitterwochen zu Ende gehen

Die Deutsche Bank sieht in der Beziehung zwischen Arbeitnehmern und der Arbeit von daheim das Ende der Flitterwochen aufziehen. Das hat gleich mehrere Gründe.

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Das Home Office hat den Vorteil, dass sich Professionals stundenlang, ungestört von Kollegen, ihrer Lieblingslektüre widmen und sich damit weiterbilden können.
© Hans Weitmayr

Die Deutsche Bank hält immer weniger davon, dass ihre Professionals mit krummen Rücken vor ihren Rechnern in ihrem Home Office sitzen - denn vielfach ist das einfach nur ein Laptop auf dem Couchtisch oder im Kinderzimmer.

Rückenprobleme, Erschöpfung
Immer mehr Angestellte fühlten sich von ihren Kollegen isoliert, heißt es in einer Analyse von DB Research, über die Bloomberg berichtet. Indessen steige die Wahrscheinlichkeit, dass Beschäftigte aufgrund unzureichend ausgestatteter Arbeitsplätze daheim Rückenprobleme entwickeln. Fast 40 Prozent der Arbeitnehmer in den USA berichten den Angaben zufolge, dass sie sich nach einer Woche voll virtueller Meetings erschöpft fühlen.

“Trotz unserer anfänglichen Flitterwochen beginnen die Menschen zu begreifen, dass die Freiheit der Heimarbeit einige Nachteile mit sich bringt: Verwässerung der Unternehmenskultur, Koordinationsprobleme und sogar das psychische Wohlbefinden einiger Arbeitnehmer”, so Analystin Marion Laboure in dem Bericht.

Home sweet Home
Dennoch hat eine Umfrage ergeben, dass Büromitarbeiter auch dann noch zwei bis drei Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten wollen, wenn die Pandemie nicht mehr als Bedrohung angesehen wird.

Anzeichen für mehr Normalität
Die Bank geht indessen davon aus, dass sich die Büros in den großen Finanzzentren wie London und New York City schnell wieder füllen werden. Steigende Fahrgastzahlen in den öffentlichen Verkehrsmitteln beider Metropolen seien ein Anzeichen dafür, dass die Arbeitnehmer an ihre Büroschreibtische zurückkehren.

“Die Arbeit von zu Hause hat neue Freiheiten gebracht und zusätzliches Geld gespart, weil man nicht mehr pendeln muss”, so Laboure. “Allerdings haben Bedenken hinsichtlich der psychischen Gesundheit, der Schädigung innerstädtischer Unternehmen, neuer Hochschulabsolventen, die keine Kontakte zu Kollegen knüpfen können und die Anfälligkeit für Cyberangriffe dazu geführt, dass wir uns fragen, ob unsere Flitterwochen mit der Arbeit von zu Hause aus zu Ende gehen.” (aa)

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