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Deutsche Bank: Revirement im Vorstand, COO geht

Deutschlans größte Bank baut den Vorstand um. Nun gibt es ein neues Vorstandsressort für die Investmentbank und die Unternehmensbank. Auch die Infrastrukturbereiche werden neu geordnet. Vorstandschef Sewing erhält einen neuen Vertrag bis 2026. Dafür verlässt der aktuelle COO das Unternehmen.

Christian Sewing
Christian Sewing, Deutsche Bank, bekam eine Vertragsverlängerung.
© Alex Kraus / Bloomberg

Die Deutsche Bank richtet ihren Vorstand neu aus. Gleichzeitig setzt der Aufsichtsrat ein Zeichen der Kontinuität: Der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing erhält einen neuen Vertrag mit einer Laufzeit bis April 2026. Darüber informiert das Unternehmen per Aussendung.

Im Zuge des Vorstandsumbaus übergibt Sewing die Verantwortung für die Investmentbank und die Unternehmensbank an den bisherigen Transformationsvorstand Fabrizio Campelli. Der Vorstandsvorsitzende ist im Gegenzug künftig zuständig für die Personalentwicklung. Personalchef Michael Ilgner wird damit ab sofort an Sewing berichten. Er übernimmt auch die Verantwortung für das Immobilienmanagement, um die Gebäudestrategie der Bank an die veränderte Arbeitswelt anzupassen.

Das Ressort Transformation, für das bislang Campelli verantwortlich war, übernimmt Rebecca Short, die damit in den Vorstand aufsteigt. Sie ist bislang Chefin der Finanzplanung und -steuerung und Mitglied im Konzernleitungskomitee (GMC). Außerdem übernimmt sie den Bereich Einkauf, der bisher in der Betriebsorganisation (COO) angesiedelt war, sowie die Vorstandsverantwortung für die Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit).

Aufteilung
Die Betriebsorganisation wird künftig kein eigenes Vorstandsressort mehr sein und auf weitere Vorstandsmitglieder aufgeteilt. Dabei werden die geschäftsnahen Teile der zentralen Betriebsorganisation für die Investmentbank und die Unternehmensbank unter der Verantwortung von Campelli enger an diese Sparten rücken. Seine Aufgabe wird es sein, diese Funktionen so mit den Geschäftsbereichen zu verzahnen, wie es sich in der Privatkundenbank und beim Vermögensverwalter DWS bereits bewährt hat.

Die übrigen COO-Bereiche wird größtenteils Bernd Leukert als Vorstand für Technologie, Daten und Innovation verantworten. Der bisherige Chief Operating Officer (COO) Frank Kuhnke wird im Zuge dieses Umbaus die Deutsche Bank verlassen.

Aufsichtsratschef Paul Achleitner dankt dem ausscheidenden Vorstand Frank Kuhnke: „Frank Kuhnke hat in den vergangenen drei Jahren als COO maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Bank sich stabilisiert hat und ihre strategischen Ziele erreichen konnte. Wir
danken ihm für insgesamt 35 Jahre erfolgreiche und verdienstvolle Arbeit für die Deutsche Bank und wünschen ihm alles Gute.“

Risikomanagement neu aufgestellt
Auch das Risikomanagement und die Kontrollfunktionen ordnet die Deutsche Bank neu. Mit Risikovorstand Stuart Lewis hat das dienstälteste Mitglied des Gremiums den Aufsichtsrat gebeten, zur Hauptversammlung 2022 aus dem Gremium ausscheiden zu können. Um einen geordneten Übergang zu ermöglichen, übernimmt Rechts-und Regulierungsvorstand Stefan Simon bereits ab Mai dieses Jahres die Bereiche Compliance und Kampf gegen die Finanzkriminalität. Ziel dieser Neuausrichtung sei es, die Bereiche zu bündeln, die besonders stark von rechtlichen Vorgaben und einem engen Austausch mit den Aufsichtsbehörden geprägt sind. Ansonsten bleibt der Risikobereich der Bank unverändert. Über Lewis‘ Nachfolge entscheidet der Aufsichtsrat zu einem späteren Zeitpunkt.

Lars Stoy erhält mehr Aufgaben
Eine Änderung gibt es auch im Privatkundengeschäft. Lars Stoy, bislang im Heimatmarkt verantwortlich für die Marke Postbank, leitet künftig die Privatkundenbank in Deutschland insgesamt. Er wird Mitglied im Konzernleitungskomitee und berichtet an Karl von Rohr, der diese Rolle interimistisch wahrgenommen hatte. Von Rohr kann sich damit auf seine Aufgaben als stellvertretender Vorstandsvorsitzender, seine Verantwortung für die Regionen Deutschland und EMEA, die Privatkundenbank insgesamt und die Vermögensverwaltung konzentrieren.

Alle Änderungen werden zum 1. Mai 2021 wirksam, vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden. (aa)

 

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