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Deutsche Bank plant dauerhafte 40-Prozent-Homeoffice-Quote

Das Geldhaus zieht seine eigenen Lehren aus der Coronavirus-Pandemie und revidiert sein Regelwerk. Künftig könnte es Mitarbeitern erlaubt sein, dauerhaft zwei Tage pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten.

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© Studio Romantic / stock.adobe.com

Wird Homeoffice zum Standard? Kaum ein Thema ist unter Personalern in Unternehmen zurzeit so heftig umstritten. Die größte deutsche Geschäftsbank hat für sich bereits Konsequenzen gezogen: Vorstandschef Christian Sewing kündigte an, dass die Deutsche Bank den Anteil der Arbeit, den die Beschäftigten von zu Hause aus erledigen können, erhöhen wird. Die Veränderungen wurden seit mehreren Monaten diskutiert, und eine Zwei-Tage-Regel habe sich als das bevorzugte Szenario herauskristallisiert, schreibt die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf Insider. Einige rechtliche Fragen müssten noch geklärt werden, und die Richtlinie werde wahrscheinlich nicht einheitlich auf alle Mitarbeiter angewandt, heißt es in dem Bericht.

Die Deutsche Bank warte noch darauf, dass die Parlamente in verschiedenen Ländern neue Gesetze zur Heimarbeit verabschieden, so eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Auch sei noch nicht klar, wie mit Problemen wie der Gewährleistung von Vertraulichkeit in einem privaten Umfeld umzugehen sei. Derartige Compliance-Bedenken könnten zu abweichenden Regelungen für einige Mitarbeiter und einige Länder führen.

"Wir arbeiten an einem hybriden Modell"
Das Kreditinstitut will mehr Flexibilität anbieten und die Bürokosten senken. Das neue Arbeitsmodell soll einen wesentlichen Beitrag zum ehrgeizigen Einsparziel leisten, das im vergangenen Jahr vorgestellt wurde. "Wie bereits öffentlich bekannt ist, untersuchen wir, welche positiven Lehren die Deutsche Bank aus der Covid-19-Krise für unsere künftige Arbeitsweise als Bank ziehen kann", teilte Christine Peters, eine Sprecherin der Bank, per E-Mail mit. "Wir arbeiten an einem hybriden Modell, das die Arbeit sowohl von zu Hause als auch im Büro kombinieren wird. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen worden."

Die Deutsche Bank hat bereits mit der Reduzierung von Büroflächen begonnen, da sie mit weniger Personal im Büro plant. Sie ist einer von vielen Kreditgebern in ganz Europa, die neu bewertet haben, wie hoch der Anteil der Arbeit von zu Hause aus noch sein wird, wenn die Büroschließungen aufgrund der Pandemie vorüber sind. Einige niederländische Banken gehen von einem Anteil von bis zu 50 Prozent aus. (mb)

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