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Deutsche Bank muss Bußgeld zahlen

Eine deutsche Aufsichtsbehörde mit Sitz in Bonn verhängte über Deutschlands größte Privatbank eine zweistellige Millionen-Euro-Geldstrafe.

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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gegen die Deutsche Bank ein Bußgeld in Höhe von 23,1 Millionen Euro verhängt. Grund sind Verstöße gegen organisatorische Pflichten im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Derivaten in Spanien sowie Versäumnisse der Postbank-Sparte. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

Die Deutsche Bank habe zu lange gebraucht, um Verstöße aufzuklären und Mängel zu beseitigen, nachdem ihr vorgeworfen worden war, Kunden in Spanien komplexe Währungsderivate verkauft zu haben, teilte die Bafin am Dienstag mit. Die Kunden gaben später an, mit den Produkten, die sie nicht verstanden hätten, hohe Verluste erlitten zu haben.

Darüber hinaus habe die Postbank gegen die Verpflichtung verstoßen, Telefongespräche im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen aufzuzeichnen, erklärte die BaFin. Auch habe die Bank in mehreren Fällen gegen Vorschriften verstoßen, indem sie Anträge auf Kontowechsel nicht oder nur verzögert bearbeitet habe.

Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte, das Kreditinstitut habe das Bußgeld akzeptiert, das vollständig durch bestehende Rückstellungen gedeckt sei.

Die Deutsche Bank habe in allen Belangen umfassend mit der BaFin kooperiert, sagte ein Unternehmenssprecher. In den betroffenen Bereichen seien die Prozesse verbessert und die Kontrollen verstärkt worden. (aa)

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