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Deutsche Bank kontert Warburg-Vorwürfe

Die Deutsche Bank muss sich mit einer Klage der Hamburger Privatbank Warburg herumschlagen. Der deutsche Branchenprimus soll als Dienstleister von Warburg bei umstrittenen Cum-Ex-Geschäften zu hohe Steuern einbehalten haben. Die Deutsche Bank weist das entschieden zurück.

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Die Steueraffäre rund um sogenannte Cum-Ex-Dividendendeals beschäftigt deutsche Banken und andere Finanzdienstleister schon seit geraumer Zeit. Nun ist auch die Hamburger Privatbank Warburg aus diesem Grund ins Visier der Steuerfahnder geraten. Diese wehrt sich aber und sucht die Schuld für unrechtmäßig erstattete Steuern bei der Deutschen Bank. Der angeschwärzte Branchenprimus kontert die Vorwürfe nun entschieden, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) meldet.

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen hochrangige Warburg-Mitarbeiter wegen Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall. Die Bank soll bei Aktiengeschäften jahrelang "pflichtwidrig" unterlassen haben, fällige Steuern einzubehalten und an die Finanzämter abzuführen. Die Behörden werfen der Bank laut Presseberichten vor, beim Handel von Aktien bis zu 146 Millionen Euro de Fiskus vornthalten zu haben. In Summe forderte das Hamburger Finanzamt bislang 47 Millionen Euro zurück.

Deutsche Bank: "Steuerpflicht obliegt Warburg"
Warburg ist der Meinung, dass die Schuld dafür bei der Deutschen Bank liegt und hat diese daher verklagt. Die Begründung: Die Frankfurter Banker hätten bei den betreffenden Aktiengeschäften als Dienstleister agiert, sodass sie die Steuern hätten abführen müssen. In der Klageschrift sind laut der Zeitung zahlreiche Aktiengeschäfte aufgelistet, bei denen das Frankfurter Geldhaus nicht korrekt gerechnet haben soll. 

Die Deutsche Bank weist diese Sichtweise laut der FAZ am Donnerstag aber zurück. Der Bank sie bisher keine Klage zugestellt worden. Daher könne sie auf die Details auch nicht eingehen. Auch das Frankfurter Landgericht hat der Zeitung zufolge den Eingang der Klage noch nicht bestätigt. So viel ist aus Sicht der Deutschen Bank aber klar: "Es besteht zwischen Warburg und der Deutschen Bank keine Vertragsbeziehung. Die Steuerpflicht gegenüber dem Finanzamt Hamburg obliegt allein Warburg", sagte ein Banksprecher der FAZ. (jb)

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