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Die neue Normalisierung

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Seit 2009 haben die Zentralbanken ihre Bilanzen auf beispiellose Art aufgebläht. Angesichts des weltweit verbesserten Wirtschaftsumfelds hat die Notwendigkeit einer „Normalisierung“ – Anhebung der Zinsen und Reduzierung der Bilanzen – zu einer vierten Welle des Tapering geführt.

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Der 800 Milliarden Dollar-Mann

Gerry O’Reilly zeichnet als passiver Manager für ein Vermögen verantwortlich, das in etwa dem ­gesamten von der Deutschen Asset Management verwalteten Volumen entspricht. Wie tickt so ein Mensch? Wie schätzt er die aktive Konkurrenz ein, und wie steht er zum Terminus „Massenvernichtungswaffe“?

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"Ich versuche, meine Spuren so gut wie möglich zu verwischen."


Vanguards Gerard O’Reilly darüber, wie er an den Märkten mit einem Investitionsvermögen von 800 Milliarden US-Dollar agiert
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Wie der Mann sonst noch tickt? Gleich im nächsten Bild wissen wir mehr: Freie Assoziation zu zehn Begriffen. Darunter die Frage, was er als ETF-Mann vom Terminus "Massenvernichtungswaffen" hält. Eines vorweg: Er lässt sich nicht aufs Glatteis führen.

Sie kennen Warren Buffett? Selbstverständlich. Gewaltiges persönliches Vermögen und vor allem natürlich diese 620 Mi­l­liarden US-Dollar, die er an Assets über sein Investmentvehikel Berkshire Hathaway verwaltet.

Sie kennen Gerard O’Reilly?

Nein?

Nicht weiter tragisch, wir bis vor Kurzem auch nicht. Bis wir davon hörten, dass dieser Mann um ein Drittel mehr Geld verwaltet als Warren Buffett. Wieso man von „Gerry“, wie er sich selbst zu Beginn eines Gesprächs vorstellt, de facto noch nichts gehört hat? Das liegt daran, dass es sich bei ihm um einen passiven Investor handelt, ­einen Indextracker, beruflich also das ­genaue Gegenteil von Buffett.

Für Vanguard zeichnet er allein für 14 Fonds verantwortlich, die kumuliert Wertpapiere über knapp 800 Milliarden Dollar an Kundengeldern ­repräsentieren. Wie Warren Buffett die Welt sieht – oder wie er will, dass wir glauben, dass er die Welt sieht –, ist einigermaßen bekannt. Wir wissen, wie er agiert, wir wissen, wann er Apple kauft und verkauft, wir wissen, wann er ins Eisenbahngeschäft einsteigt, warum er Fluglinien einmal für ein „ganz schreckliches Geschäft hält“ und ein anderes Mal mit Pauken und Trompeten in genau diese Branche einsteigt.

Der Spuren-Verwischer

Wenn Gerry O’Reilly Apple kauft, hören wir: nichts. Natürlich nicht. Weil er eine ganz andere Agenda verfolgt. Während ­Buffett möchte, dass sich Aktien gemäß des von ihm beeinflussten Nachrichtenflusses in eine ihm genehme Richtung entwickeln, sagt O’Reilly von sich selbst: „Ich versuche meine Spuren so gut wie möglich zu verwischen.“

Doch wie agiert ein Mann, der passive Investments verwaltet, die höher sind als das BIP der Niederlande, und mit dem 480 Milliarden Dollar schweren Vanguard Total Stock Market auch noch als ­Manager des größten Mutual Funds der Welt firmiert? Wir haben eine Annhäherung aus 5 Perspektiven versucht – nachzulesen in der oben angeführten Bildgalerie. Oder in voller Länge und aus einem Guß in der Print-Ausgabe von Institutiononal Money 2/2017. (hw)

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