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Depfa Bank soll nun endlich verkauft werden

Die bundeseigene Abwicklungsanstalt für die verstaatlichte Hypo Real Estate Holding, die FMS, engagiert Barclays und startet trotz Coronakrise den Verkauf der Depfa Bank. Damit könnte diese "Never Ending Story" ihren Abschluss finden.

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© Coloures-Pic / stock.adobe.com

Die staatliche Bad Bank FMS beabsichtigt, 100 Prozent der Anteile der Depfa Bank "in einem offenen, transparenten, kompetitiven und diskriminierungsfreien Auktionsverfahren zu veräußern". Dies teilt das Institut auf seiner Webseite mit. Als alleiniger Berater für die geplante Transaktion wurde Barclays engagiert. Interessierte Parteien sollten sich dort melden, hieß es in einer Verkaufsanzeige. Die Frist zur Teilnahme am Verkaufsprozess endet am 3. August 2020.

Die FMS war 2010 als bundeseigene Abwicklungsanstalt für die verstaatlichte Hypo Real Estate Holding AG (HRE) entstanden, die während der Finanzkrise in Schieflage geraten war. Es wurden dabei Risikopositionen und nicht strategienotwendige Geschäftsbereiche im Nominalwert von 175,7 Milliarden Euro mit dem Ziel übertragen, das Portfolio "wertschonend" abzubauen.

2014 zur kompletten Abwicklung übernommen
Im Jahr 2014 übernahm die FMS auch die Tochter Depfa vollständig von der HRE zur Abwicklung, nachdem ein erster Verkaufsversuch gescheitert war. Die Bilanzsumme der Depfa wurde von 48,5 Milliarden Euro zu Ende 2014 auf etwa 8,9 Milliarden Euro per Ende 2019 reduziert. Es verbleibt ein Depfa-Portfolio, das überwiegend aus Krediten und Anleihen deutscher sowie westeuropäischer Kreditnehmer im Bereich des öffentlichen Sektors besteht.

Schon im April dieses Jahres hatte Christoph Müller, Sprecher des FMS-Vorstands, gesagt, die Vorbereitungen für einen Verkauf seien weitgehend abgeschlossen. "Sofern sich jetzt für uns erfolgversprechend ein Marktfenster zeigt, werden wir auch den Prozess entsprechend starten", erklärte er damals. (mb/Bloomberg)

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