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DBU: Rekord von drei Milliarden Euro beim Stiftungskapital

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat bei ihrem Stiftungskapital die Marke von drei Milliarden Euro überschritten. Auch die Inflation sei 2025 vollständig kompensiert worden, so DBU-Finanzchef Michael Dittrich.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat erstmals seit Gründung vor mehr als 30 Jahren ein Stiftungskapital von drei Milliarden Euro erreicht, berichteten DBU-Finanzchef Michael Dittrich (links) und DBU-Generalsekretär Alexander Bonde zum Jahresbericht 2025.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat erstmals seit Gründung vor mehr als 30 Jahren ein Stiftungskapital von drei Milliarden Euro erreicht, berichteten DBU-Finanzchef Michael Dittrich (links) und DBU-Generalsekretär Alexander Bonde zum Jahresbericht 2025.© Klaus Jongebloed/DBU

Eckpunkte:

  • Erstmals erreicht das Stiftungskapital der DBU einen Wert von drei Milliarden Euro
  • Erträge im vergangenen Jahr erneut deutlich gesteigert auf 129 Millionen Euro
  • Inflationsrate in 2025 voll kompensiert

Premiere und Rekordwert für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück: Erstmals seit Gründung vor mehr als 30 Jahren hat das Stiftungskapital drei Milliarden Euro erreicht. „Die Zahlen zeigen: Die Stiftung hat gut und verantwortlich gewirtschaftet“, sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde am Mittwoch zur Finanzbilanz 2025 auf der digitalen Jahrespressekonferenz.

2025: Erträge aus Vermögensverwaltung gesteigert
Nach Angaben von DBU-Finanzchef Michael Dittrich hat die Stiftung ihre Erträge im vergangenen Jahr erneut deutlich gesteigert. Sie erzielte etwa 129 Millionen Euro aus ihrer Vermögensverwaltung, weit mehr als noch im Vorjahr mit rund 106 Millionen Euro. „Dazu beigetragen haben neben dem durch die Zustiftung höheren Kapital auch die Aktien, die sich 2025 positiv entwickelt haben“, so Dittrich. Im November 2024 hatte die DBU eine Zustiftung von 400 Millionen Euro durch den Bund für das neue Förderthema „Meeresnaturschutzfonds“ erhalten.

Kapitalmärkte „erstaunlich stabil“
Insgesamt seien die Kapitalmärkte angesichts zahlreicher geopolitischer Konflikte und Krisenherde erstaunlich stabil. Insgesamt dominiert Michael Dittrich zufolge dennoch ein Szenario, „in dem die Stiftung an den Kapitalmärkten aktuell eher vorsichtig agiert.“

Inflation in 2025 kompensiert
Neben stabilen Fördermitteln ist das zweite übergeordnete Stiftungsziel der reale, also inflationsbereinigte Erhalt des Stiftungskapitals. „Das haben wir erneut geschafft“, so Michael Dittrich. So konnten Dittrich zufolge 68 Millionen Euro (im Vorjahr 56 Millionen Euro) dem sogenannten sonstigen Stiftungskapital übertragen werden, wodurch die Inflationsrate des Jahres 2025 mit 2,2 Prozent vollständig kompensiert wurde. Ähnliche Hoffnungen für das laufende Jahr dämpfte der DBU-Finanzchef ein wenig: „Es wird schwierig, ein solches Ziel auch 2026 aus den laufenden Erträgen zu erreichen. Denn wir steuern gegenwärtig auf eine Inflationsrate von rund drei Prozent zu.“ Die DBU bilde daher seit vielen Jahren konsequent Rücklagen für den realen Kapitalerhalt „und konnte dadurch ihre Finanzkraft über die vergangenen 35 Jahre in vollem Umfang bewahren“, so Dittrich.

Anstieg der stillen Reserven
Insbesondere infolge der höheren Aktienkurse sind die sogenannten stillen Reserven in den Wertpapieren der Stiftung auf 327,9 Millionen Euro (Vorjahr: 279,9 Millionen Euro) angestiegen. Stille Reserven entstehen aus dem Unterschied zwischen dem Anschaffungswert eines Wertpapiers und dem aktuellen Börsenwert. Steigt nach Ankauf einer Aktie der Kurs, so steht das Papier mit dem niedrigeren Anschaffungskurs in den Büchern und erst bei einem Verkauf wird die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs als Ertrag wirksam.

Green-Bond-Investitionen deutlich gestiegen
Im Bereich der nachhaltigen Kapitalanlagen hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ihr Engagement weiter ausgebaut. So stiegen die Investitionen in Green Bonds, also Anleihen zur Finanzierung nachhaltiger Projekte, im Vergleich zum Vorjahr mit 320 Millionen Euro deutlich auf 417 Millionen Euro.

Das Engagement bei Erneuerbaren Energien blieb derweil mit 204 Millionen Euro unverändert. Das Interesse an Investments in Erneuerbare Energien bei Investoren steigt nach Dittrichs Worten wieder an. Grund sei, dass die Widerstandsfähigkeit einer Volkswirtschaft nach dem Irankrieg neu bewertet werde. Dittrich: „Entscheidend sind nicht nur die Kosten, sondern auch die Sicherheit der Energieversorgung.“

Die Vermögensanlage der DBU investiert in verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Sachwertanlagen. Auf den Einsatz von Derivaten in der Direktanlage oder alternative Investments, wie beispielsweise Hedgefonds, Private Equity oder Kryptowährungen, werde verzichtet, heißt es im DBU-Jahresbericht 2025.

Mindestens 50 Prozent Zinspapiere
In den Anlagerichtlinien der Stiftung ist geregelt, dass mindestens 50 Prozent des Stiftungskapitals in verzinslichen Wertpapieren, bis zu 24 Prozent in Aktien, bis zu 18 Prozent in Immobilien und nachhaltigen Sachwerten sowie bis zu acht Prozent in Spezialfonds angelegt werden können. Die Anlagestrategie sehe dabei vor, sowohl Chancen zu nutzen, aber auch durch eine breite Streuung der Anlagen die Einzelrisiken zu begrenzen und durch Risikodiversifikation einen langfristigen Anlageerfolg sicherzustellen, heißt es im Jahresbericht 2025 der DBU.

Seit Gründung 1990 Stiftungskapital stetig ausgebaut
Das vergangene Jahr schlägt noch in anderer Hinsicht positiv zu Buche: Die Fördersumme in Höhe von 57,6 Millionen Euro bedeute im Vergleich zum Vorjahr (52,9 Millionen Euro) eine deutliche Steigerung. Die privatrechtliche Stiftung DBU versteht sich als unabhängig und parteipolitisch neutral und verfügte bei ihrer Gründung 1990 über ein Kapitalvolumen von umgerechnet 1,29 Milliarden Euro. Seitdem ist nach den Worten von DBU-Generalsekretär Alexander Bonde nicht nur das Stiftungskapital stetig ausgebaut worden. „Zudem sind in dieser Zeit ungefähr 2,2 Milliarden Euro für mehr als 11.500 innovative Umweltprojekte geflossen – vor allem an mittelständische Unternehmen und Startups“, so Bonde. Mit der Zustiftung von 400 Millionen Euro durch den Bund für das neue Förderthema „Meeresnaturschutzfonds“ habe die Stiftung für 2026 überdies das jährlich angestrebte Fördervolumen um zehn Millionen Euro auf 60 bis 70 Millionen Euro gesteigert. „Die DBU ist damit finanziell solide aufgestellt und bleibt auch künftig ein verlässlicher Förderpartner für den Mittelstand,“ so Bonde. (de)

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