Dank KI: Diese Bank könnte zukünftig fast jeden zweiten Job einsparen
Die Landesbank Baden Württemberg (LBBW) könnte in der Zukunft nur jeden zweiten Job nachbesetzen, der durch Pensionierungen vakant wird. Das liegt an den Produktivitätsfortschritten der KI, die viel repetitive Arbeit übernimmt und Bankern mehr Zeit für höherwertige Arbeiten verschafft.

Eckpunkte:
- LBBW könnte Dank KI-Produktivitätsgewinnen Jobs teils nur zur Hälfte nachbesetzen
- KI ist ein Gamechanger, es besteht aber Risiko manipulierter Daten
- Viele Tätigkeiten in den Banken werden anspruchsvoller
Die LBBW wird in einigen Bereichen in den kommenden Jahren bis zu 30 Prozent der Mitarbeiter verlieren, weil sie in Rente gehen. Bei der Schließung der Lücke setzt die Landesbank auch auf Künstliche Intelligenz (KI), berichtet Bloomberg News.
Nur etwa jeder zweite Job muss nachbesetzt werden
KI wird der LBBW “beim Umgang mit dem demografischen Wandel helfen”, erklärte Stefanie Münz, im Vorstand für Finanzen, Strategie, Operations sowie Digitalisierung verantwortlich, im einem Interview mit Bloomberg. “Wir gehen davon aus, dass wir die Stellen nicht komplett nachbesetzen müssen, sondern nur etwa zur Hälfte.”
"Gekommen, um zu bleiben"
Das gelte beispielsweise für die Bereiche Risikoüberwachung oder auch Operations, in denen die LBBW durch den Einsatz von KI effizienter arbeiten könne. “KI ist ein Gamechanger. Und ist gekommen, um zu bleiben. Es ist ähnlich wie einst beim Smartphone, ohne das es heute auch nicht mehr geht”, so Münz.
Auch viele andere Kreditinstitute in Deutschland berichten davon, dass sie in den nächsten zehn Jahren rund ein Drittel ihrer Belegschaft verlieren dürften. Grund hierfür ist der Renteneintritt vieler Babyboomer aus den geburtenstarken Jahrgängen nach dem zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig herrscht Fachkräftemangel. Stellen lassen sich daher nicht leicht nachbesetzen.
Manipulation?
“KI wird uns standardisierte analytische Aufgaben abnehmen”, so Münz. “Aber sie kann die Einwertung durch Menschen nicht komplett ersetzen.” Denn die KI basiere auf den öffentlich zugänglichen Erkenntnissen der vergangenen Jahre im Internet und es bestehe die Gefahr von Manipulationen.
Jobanforderungen werden anspruchsvoller
Zugleich gibt es unter Beschäftigten von Banken aber durchaus Befürchtungen, dass sie ihre Jobs wegen des KI-Einsatzes verlieren könnten.
“Ich glaube nicht, dass KI im großen Stil zum Abbau von Jobs führen wird. Es findet viel mehr eine Verlagerung von Tätigkeiten statt”, erklärte Münz. “Zum Beispiel benötigen wir mehr Steuerungskapazitäten und Mitarbeitende, die die Bank in einem immer komplexeren Umfeld weiterentwickeln. Da werden wir dankbar sein, wenn uns die KI Basisarbeiten, Vorbereitungen und Analysen abnimmt.” (aa)


