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Credit Suisse beginnt Prüfung von Fonds mit Bezug zu SoftBank

Die Probleme des japanischen Technologieinvestors Softbank mit seinem Vision Fund beschäftigen nun auch die Credit Suisse Group, die Medienberichten zufolge die eigenen Fonds genauer unter die Lupe nimmt.

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© Matthew Lloyd / Bloomberg

Informierten Kreisen nimmt das Management von Credit Suisse eigene Fonds unter die Lupe, die auf die Verbindlichkeiten von Startups gesetzt haben, an denen auch der Softbank-Fonds beteiligt ist. Im Fokus stünden mögliche Interessenskonflikte und Klumpenrisiken. Darüber berichtet Bloomberg News mit Verweis auf Medienberichte.

Oyo und Fair
Beim wichtigsten Supply-Chain-Fonds der Credit Suisse gehörten laut einem Bericht der Financial Times per Mitte März vier der zehn größten Positionen zu Unternehmen aus dem Vision-Fund-Universum. Unter anderem geht es um die Hotelkette Oyo und den Autoabonnement-Dienst Fair, beide zählen zu besonders von der Coronakrise gebeutelten Branchen.

Nach Angaben der Zeitung habe Softbank indessen mehr als 500 Millionen Dollar in die Lieferkettenfonds der Schweizer gesteckt. Das Londoner Finanzhaus Greensill Capital, das Credit Suisse für die Anlagen seines Lieferketten-Fonds nutzte, erhielt 2019 Investments des Vision Fund im Volumen von fast 1,5 Milliarden Dollar.

Interessenskonflikte gebe es dennoch nicht, hatte Credit Suisse vergangenen Woche in einem Statement erklärt. Die Investments in die Fonds und die von diesen getätigten Anlagen seien separat. Auf die Frage nach internen Prüfungen zu den Lieferketten-Fonds erklärte ein Banksprecher laut Bloomberg nun per Email, das Institut prüfe bestimmte Aspekte der Angelegenheit so, wie es unter solchen Umständen üblich sei.

Die Supply-Chain-Fonds versprachen Investoren hohe Erträge. Mit den Mitteln der Fondsinvestoren werden Forderungen von Unternehmen gegenüber ihren Kunden vorfinanziert. Die Rückzahlungen indessen gehen wieder an den Fonds. Dabei bleibt eine attraktive Marge. Die Darlehen werden durch Mittler wie Greensill arrangiert.

Der Vison Funds des japanischen Softbank-Konzerns hat im vergangenen Geschäftsjahr Rekordverluste erlitten. (aa)

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