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Corestate übernimmt Private-Debt-Plattform

Das Immobilienunternehmen übernimmt mit Aggregate Financial Services ("AFS") eine führende Finanzierungsplattform und vervollständigt sein Finanzierungsangebot durch Private Debt Lösungen im Immobilienbereich. Der Kaufpreis für das sehr junge Unternehmen soll günstig ausgefallen sein.

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© studio v-zwoelf / stock.adobe.com

Die Corestate Capital Group hat Aggregate Financial Services GmbH ("AFS"), eine Finanzierungsplattform und volllizensierten Wertpapierhandelsbank aus Frankfurt, vollständig übernommen. Darüber informiert das Unternehmen per Aussendung. 

Mit dieser Akquisition baut das Unternehmen laut eigenen Angaben seine marktführende Position bei Finanzierungen von Immobilienentwicklung ebenso wie anderer Immobilienbereiche entscheidend aus. Zentraler Bausteine der Transaktion bildet auch der Erwerb einer Wertpapierhandelsbank in Verbindung mit einem breiten Produktangebot für maßgeschneiderte Finanzierungslösungen im Immobiliensektor.

Vereinigung
Im Ergebnis werden die komplementären und hochprofitablen Geschäftsmodelle der AFS und der Helvetic Financial Services ("HFS"), Corestates Private Debt-Geschäft vereint. Als Folge will Corestate eine starke Marktstellung als Finanzierungsplattform über den gesamten Immobilien-Lebenszyklus mit "einzigartigem Cross-Selling-Potenzial" einnehmen.

Als Teil der Transaktion werden die AFS-Gründer und Gesellschafter Sebastian Ernst und Johannes Märklin mit sofortiger Wirkung sowie mit einer Laufzeit von drei Jahren in den Vorstand der Corestate berufen und darüber hinaus künftig dem Verwaltungsrat der HFS angehören.

Günstiger Kaufpreis
Der Erwerb erfolgt im Zuge eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durch Ausgabe von 8,5 Millionen neuen Corestate-Aktien sowie eine Barkomponente von fünf Millionen Euro. Auf Basis des Schlusskurses am 14. Januar 2021 von 14,73 Euro und unter Berücksichtigung von, basierend auf dem vorläufigen Zahlen für 2020, 17 Millionen Euro Barmitteln ergibt sich ein Nettokaufpreis von 113 Millionen Euro. Dies ist ein signifikanter Abschlag zum fundamentalen Wert der AFS von über 170 Millionen Euro. Als zusätzlicher variabler Kaufpreisbestandteil wurde für den Fall, dass in den nächsten drei Jahren das EBITDA vor Synergieeffekte um mehr als 50 Prozent steigt, eine Kaufpreiserhöhung um weitere 1,5 Millionen neue Aktien vereinbart. Die Akquisition wird in beiden Fällen ergebnisseitig wertsteigernd sein. Der Abschluss der Transaktion wird nach Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden für das zweite Quartal 2021 erwartet.

Sebastian Ernst und Johannes Märklin binden sich über einem langfristigen Lock-up ihrer Aktien an Corestate und bekräftigen damit gleichzeitig ihr nachhaltiges Engagement im Unternehmen und für alle Stakeholder.

Junges Unternehmen
AFS wurde von Sebastian Ernst und Johannes Märklin 2018 gegründet, ist seitdem sehr schnell gewachsen und hat Finanzierungen für Immobilienkunden im Volumen von mehr als drei Milliarden Euro realisiert. Die Schwerpunkte liegen auf Finanzierungslösungen in den Bereichen Akquisition, Entwicklung, Bauumsetzung und Bestandsimmobilien. Die Ertragsbasis wird darüber hinaus durch entsprechende Primärmarktemissionen und den dazugehörigen Sekundärmarkthandel ergänzt.

Die erworbene Plattform soll umfangreiche Synergieeffekte bieten. Damit wird Corestates Wertschöpfungskette aus dem Finanzierungsgeschäft, insbesondere im Mezzanine-Bereich, vervollständigt und die Kundenbasis stark erweitert. AFS verfügt über ein Team von mehr als 20 hochspezialisierten Mitarbeitern sowie eine Lizenz nach §32 KWG für Emission, Eigenhandel und Platzierung von Finanzinstrumenten. (aa)

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