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Commerzbank und Berenberg gehen unterschiedliche Wege

Das Hamburger Geldhaus Berenberg und die Commerzbank schlagen unterschiedliche Richtungen beim Aktien-Research ein.

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© Brian Jackson / stock.adobe.com

Wie die Commerzbank diese Woche bei der Vorlage ihrer Zahlen durchblicken ließ, will sie kein eigenes Aktien-Research mehr betreiben. Stattdessen sollen solche Dienste durch Kooperationen mit anderen Anbietern abgedeckt werden. Bis wann die Bank neue Partner finden will, blieb unklar, berichtet Bloomberg.

Berenberg hingegen baut gerade erstmals wieder ein Analysten-Team in Deutschland auf, nachdem die Bank vor über einem Jahrzehnt das Aktien-Research in London zusammengefasst hatte. In Frankfurt soll ein zehn bis 15 Mitarbeiter umfassendes Team entstehen, das sich um die Bewertung von kleinen und mittelgroßen deutschen Unternehmen kümmert. Das Frankfurter Team soll hauptsächlich neue Titel abdecken, hatte Investmentbank-Chef David Mortlock im vergangenen Monat gesagt.

Berenberg mit Gewinn, Commerzbank mit Verlusten
Die Commerzbank befindet sich mitten in einem Umbau und muss sparen. Allein für das vierte Quartal 2020 wies das Unternehmen einen Verlust von 2,7 Milliarden Euro aus. Bei Berenberg hingegen ist der Gewinn im vergangenen Jahr um gut drei Viertel auf 108,2 Millionen Euro gestiegen. Die Eigenkapitalrendite kletterte auf 52 Prozent.

Kooperationen sinnvoll
Wie eine Zusammenarbeit im Aktien-Research funktionieren kann, zeigt die Baader Bank. Sie ergänzt ihr eigenes Research für den deutschsprachigen Raum durch Zulieferungen über europäische Unternehmen, die von der Firma AlphaValue in Paris kommen.

Ebenfalls eine Aktienresearch-Kooperation eingegangen sind die deutsch-französische Bank Oddo BHF und ABN Amro. Das Joint-Venture ist seit dem 1. Februar operativ tätig, gilt für die Benelux-Länder und deckt 110 Aktien ab. (aa)

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