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Commerzbank-Übernahme: EZB-Vize kritisiert Widerstand Deutschlands

EZB-Vizepräsident Luis de Guindos kritisiert politischen Widerstand gegen grenzüberschreitende Bankenfusionen in Europa. Nationale Eingriffe würden der Glaubwürdigkeit des Binnenmarkts schaden.

Luis de Guindos, EZB: "Es ist sehr schwierig für Regierungen, zu argumentieren, dass sie die Spar- und Investitionsunion unterstützen, wenn sie dann sagen 'Nun ja, wir sind gegen diese konkrete Transaktion'."
Luis de Guindos, EZB: "Es ist sehr schwierig für Regierungen, zu argumentieren, dass sie die Spar- und Investitionsunion unterstützen, wenn sie dann sagen 'Nun ja, wir sind gegen diese konkrete Transaktion'."© Alex Kraus / Bloomberg

Eckpunkte:

  • Nationale Überlegungen bei Fusionen untergraben europäischen Enheitsgedanken
  • Das untergräbt die Glaubwürdigkeit der geplanten Spar- und Investitionsunion

Luis de Guindos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat gegenüber der "Financial Times" erklärt, dass nationaler Widerstand gegen grenzüberschreitende Bankenkonsolidierungen den europäischen Binnenmarkt untergrabe. Das Direktoriumsmitglied bezog sich dabei laut einem Bloomberg-Bericht auch auf die geplante Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit

Auf den Widerstand aus Berlin gegen die Ambitionen des Mailänder Instituts angesprochen, sagte Guindos in einem am Montag veröffentlichten Interview: "Das größte Problem mit dieser Art nationaler Botschaften ist, dass sie die Glaubwürdigkeit der Spar- und Investitionsunion untergraben."

Eingriffe widersprechen Binnenmarkt
"Es ist sehr schwierig für Regierungen, zu argumentieren, dass sie die Spar- und Investitionsunion unterstützen, wenn sie dann sagen 'Nun ja, wir sind gegen diese konkrete Transaktion'", sagte er und fügte hinzu, dass dies nicht nur für dieses Beispiel gelte. "Regierungen sind sich in ihrer Versuchung, in private Deals einzugreifen, sehr ähnlich. Aber solche Schritte widersprechen dem Geist eines Binnenmarkts." (mb/Bloomberg)

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