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Commerzbank: Gute Nachrichten für Investoren

Die Commerzbank hebt nach einem starken Quartal die Gewinnprognose an und will ihre Aktionäre mit einer üppigen Dividende verwöhnen.

© Anselm / stock.adobe.com

Eckpunkte

  • Commerzbank hebt ihre Gewinnprognose nach starkem vierten Quartal an
  • Hohe Dividende voraus
  • Kosten sollen weiter optimiert werden

Nach besseren Ergebnissen des vierten Quartals als erwartet hat die Commerzbank ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Vorstandschefin Bettina Orlopp verteidigt die Bank derweil weiter gegen eine mögliche Übernahme, wie Bloomberg berichtet.

Der Gewinn im Gesamtjahr soll die bisherige Prognose von 3,2 Milliarden Euro übertreffen, wie die Commerzbank am Mittwoch mitgeteilt hat. Der Nettozinsertrag werde nun bei rund 8,5 Milliarden Euro erwartet, nach zuvor 8,4 Milliarden Euro. Analysten rechnen mit einem Jahresgewinn von 3,4 Milliarden Euro.

“Wir hatten einen sehr starken Januar”, sagte Orlopp im Interview mit Bloomberg TV. Die Commerzbank hatte die Jahresergebnisse bereits am Dienstag in einer außerplanmäßigen Mitteilung zusammen mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm veröffentlicht.

Schwierige Aufgabe für die Commerzbank-Vorständin
Orlopp, die seit mehr als einem Jahr im Amt ist, hat bislang eine unaufgeforderte Annäherung des italienischen Rivalen UniCredit erfolgreich abgewehrt. Sie trieb den Aktienkurs der Commerzbank durch Kostensenkungen und das Versprechen, nahezu den gesamten Gewinn auszuschütten. Da der Rückenwind durch höhere Zinsen nachlässt, setzt sie ihre Hoffnungen unter anderem auf die Pläne des Bundes, die Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur in den kommenden Jahren zu erhöhen.

Die Ziele lägen “weitgehend im Einklang mit dem aktuellen Marktkonsens des Unternehmens, was nur begrenzten Spielraum für Anhebungen lässt”, schrieben die JPMorgan-Analysten Kian Abouhossein und Amit Ranjan in einer Mitteilung. Die Ergebnisse des vierten Quartals seien “stark”, die Erlöse hätten die Erwartungen übertroffen.

Seit Orlopps Amtsantritt im Oktober 2024 - kurz nachdem UniCredit eine große Beteiligung an der Commerzbank bekanntgegeben hatte - hat sich der Aktienkurs des Frankfurter Instituts mehr als verdoppelt. Die gestiegene Bewertung sowie der Widerstand der Bundesregierung gegen eine Übernahme haben den italienischen Rivalen dazu veranlasst, eine Entscheidung über ein mögliches Angebot aufzuschieben. Zuletzt hat sich die Outperformance der Commerzbank allerdings abgeschwächt.

Italiener haben den Fuß in der Tür
Die UniCredit hält rund 29 Prozent an der Commerzbank und ist damit größter Anteilseigner. Die Bundesregierung besitzt mehr als zwölf Prozent. Die Italiener hatten Anfang der Woche zugesagt, bis 2030 insgesamt 50 Milliarden Euro an Investoren auszuschütten. Konzernchef Andrea Orcel bekräftigte dabei, eine der großzügigsten Ausschüttungspolitiken in Europa fortzusetzen.

Orlopp betonte im Interview, die Commerzbank führe regelmäßige Gespräche mit der UniCredit wie mit anderen Investoren. Für konkrete Fusionsgespräche müsse das italienische Institut jedoch zunächst ein formelles oder informelles Angebot vorlegen. Orcel sagte am Dienstag im Gespräch mit Bloomberg TV, es liege an den Aktionären der Commerzbank zu entscheiden, ob sie einen Zusammenschluss beider Banken wünschten.

Die UniCredit werde “weder die Renditen noch die wirtschaftliche Grundlage aufs Spiel setzen, indem wir eine Übernahme starten, die für die Aktionäre von UniCredit verwässernd ist”, sagte er. “Wenn das der Fall ist, werden wir weiterhin nicht handeln.” (aa)

Aktienkurs der Commerzbank stärker gestiegen

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