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Citigroup: Impfung oder Kündigung

Die Citigroup macht Ernst mit Kündigungen für US-Impfverweigerer. Diese fühlen sich ungerecht behandelt und bringen u.a. Gründe vor, warum eine Impfung gerade in ihrem Fall nur wenig Sinn macht und dieser Schritt eine "enorme Übergriffigkeit" sei.

Citigroup
© Daniel Acker / Bloomberg

Während in Deutschland über staatliches Vorgehen zur Verhängung einer Impfpflicht diskutiert wird, setzen US-Unternehmen in ihrem Heimatmarkt die Regeln selbst. Lassen Sie sich impfen oder Sie werden entlassen - das sind die Alternativen für Angestellte der Citigroup, der ersten großen Wall-Street-Bank, die eine strenge Covid-19-Impfpflicht einführte. Da die gesetzte Frist bald abläuft, bereitet sich das Unternehmen auf die Umsetzung vor, berichtet Bloomberg.

Deadline läuft
Büroangestellte, die der Aufforderung nicht bis zum 14. Januar 2022 nachkommen, werden in unbezahlten Urlaub versetzt, und in einem von Bloomberg eingesehenen Schreiben an die Mitarbeiter heißt es, dass ihr letzter Arbeitstag am Ende des Monats sein wird. Einige der Mitarbeiter werden zwar Anspruch auf bestimmte Bonuszahlungen zum Jahresende haben, müssen aber eine Vereinbarung unterzeichnen, die besagt, dass sie keine rechtlichen Schritte gegen das Unternehmen einleiten werden, um die Gelder zu erhalten, so das Unternehmen in dem Memo.

“Sie sind herzlich eingeladen, sich in Zukunft für andere Stellen bei Citi zu bewerben, solange Sie die Impfbestimmungen von Citi einhalten”, so das Unternehmen in der Mitteilung.

Mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter der Citigroup haben die Vorschriften für US-Beschäftigte eingehalten, die auch die Beantragung von Ausnahmen aus religiösen oder medizinischen Gründen zulassen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen, die nicht genannt werden wollten. Während diese Zahl weiterhin schnell ansteigt, sieht sich das Unternehmen mit öffentlichen Gegenreaktionen einer Handvoll Mitarbeiter konfrontiert - ein Spiegelbild der Meinungsverschiedenheiten über Impfungen, die sich im ganzen Land abspielen.

Überwiegende Mehrzahl ließ sich impfen
Eine Sprecherin der in New York ansässigen Citigroup bestätigte, dass mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter des Unternehmens die Vorschrift befolgt haben und dass diese Zahl rasch steigt, lehnte jedoch eine weitere Stellungnahme ab.

Konkurrenten wie Goldman Sachs Group und JPMorgan Chase & Co. haben zwar Impfvorschriften eingeführt, aber ihre Richtlinien ermöglichen es den Mitarbeitern, die Impfung zu vermeiden, wenn sie den Büros fern bleiben.

Als die Citigroup Ende Oktober die Impfpflicht für alle US-Beschäftigten ankündigte, berief sich das Kreditinstitut auch auf eine Anordnung von Präsident Joe Biden, wonach alle Personen, die mit Regierungsaufträgen zu tun haben, sowie alle Personen, die in denselben Büros wie diese Mitarbeiter arbeiten, vollständig geimpft sein müssen. Obwohl diese Anordnung inzwischen rechtlich angefochten wurde, hielt die Bank an ihrer Richtlinie fest.

Die Anordnung hat im gesamten Unternehmen Reaktionen ausgelöst: Ein LinkedIn-Posting eines leitenden Angestellten, in dem er die Maßnahme erläuterte, erhielt fast 700 Kommentare. Einige Mitarbeiter begrüßten die Entscheidung des Unternehmens und bezeichneten sie als einen Schritt nach vorn oder dankten der Citigroup dafür, dass sie und ihre Familien geschützt werden. Andere jedoch äußerten Bedenken und argumentierten, dass sie dadurch ihrer Freiheiten beraubt oder in ihre Privatsphäre eingedrungen würde.

"... enorme Übergriffigkeit"
“Ich sitze jetzt seit zwei Jahren zu Hause, ich gehe nur selten ins Büro, meine direkten Untergebenen sind weit weg - das fühlte sich wie eine enorme Übergriffigkeit an”, sagt George Pagano, der fünf Jahre in der Betriebs- und Technologieabteilung der Citigroup tätig war, bevor er im November aufgrund der Anordnung ausschied. “Sich als Firma damit zu profilieren, dass man eine Woche nach Weihnachten die Leute feuert - das finde ich ein bisschen zu viel.”

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