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BVI: Licht und Schatten in der neuesten Fondsstatistik

Der Fondsabsatz in Deutschland war im ersten Halbjahr 2020 besser als wohl von vielen Marktbeobachtern befürchtet. Im institutionellen Geschäft hat sich erneut gezeigt, dass es ohne den Versicherern und den Altersvorsorgeeinrichtung schlecht aussehen würde.

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© Christoph Hemmerich / Institutional Money

Der Fondsbranche flossen im ersten Halbjahr 2020 netto 37,9 Milliarden Euro neue Gelder zu. Das entspricht etwa dem Neugeschäft in den Jahren 2018 und 2019, als die Fondsgesellschaften von Anfang Januar bis Ende Juni jeweils rund 40 Milliarden Euro erzielten. Darüber berichtet der BVI per Aussendung.

Die Zuflüsse im laufenden Jahr entsprechen rund einem Prozent des von der Branche verwalteten Vermögens, das zur Jahresmitte 3.333 Milliarden Euro betrug. Im Vergleich zum Ende des ersten Quartals (3.139 Milliarden Euro) ist das Vermögen – insbesondere aufgrund der sich erholenden Börsen nach deren Einbruch im März – mehr als sechs Prozent gestiegen. Gleichwohl liegt es noch unter dem Rekordstand vom Jahresbeginn, als die Fondsgesellschaften 3.398 Milliarden Euro verwalteten.

Versicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen entscheidend
Nachdem offene Spezialfonds mit Zuflüssen von 32,7 Milliarden Euro im ersten Quartal den besten Jahresstart seit 2015 erzielt hatten, flossen im April und Mai 2,5 Milliarden bzw. 800 Millionen Euro ab. Im Juni verzeichneten sie wieder Zuflüsse von 3,9 Milliarden Euro.

Ein Grund für den vorübergehenden Rückgang im Neugeschäft der Spezialfonds ist der
gestiegene Liquiditätsbedarf institutioneller Anleger im Rahmen der Corona-Krise.

In der Halbjahressicht flossen Spezialfonds insgesamt 33,3 Milliarden Euro zu. Das entspricht fast dem Neugeschäft der beiden Vorjahreszeiträume (erstes Halbjahr 2018: +39,2 Milliarden Euro, erstes Halbjahr 2019: +37,7 Milliarden Euro).

Bei den Zuflüssen im laufenden Jahr spielen weiterhin Versicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen (z.B. Versorgungswerke, Pensionskassen) die Hauptrolle. Sie legten insgesamt 32,4 Milliarden Euro neu in Spezialfonds an.

Beim verwalteten Vermögen der Spezialfonds entfallen 1.172 Milliarden Euro auf diese beiden Anlegergruppen. Das entspricht einem Anteil von 63 Prozent am Gesamtvermögen der Spezialfonds (1.869 Milliarden Euro). (aa)

 

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