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Brexit: Gordon Brown fordert eine Revolution

Der ehemalige Premier ortet eine gefährliche Spaltung der britischen Gesellschaft. Neuwahlen oder Referenden könnten unter Umständen helfen. Tatsächlich wird laut Brown aber nur ein neues politisches Konzept einen gesellschaftlichen Heilungsprozess mit sich bringen.

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Bürgerversammlung Renaissance Brexit
Geht es nach Gordon Brown, so sollte es zur Gründung eines "People's Parliament" also einem Bürgerparlament kommen. In jeder Region und in allen vier unter der UK-Flagge vereinten Nationen sollte es demnach "für einen Tag" zu Versammlungen kommen. "In meiner Vision würde jede der neun Regionen ein Panel von 100 Bürgern zusammenstellen."

Im Rahmen dieser Versammlungen könnten die jeweiligen Vertreter ihre Vorstellungen zum Brexit "auf einer nationalen Bühne" präsentieren. Auf diese Weise, so Browns Hoffung, würden endlich alle Fakten auf den Tisch kommen.

"Diese Parlamente müssten allerdings über Autorität verfügen und wahre Repräsentanten des Volkes sein", fordert der Ex-Premier. Um sicherzustellen, "dass die Vertreter unparteiisch sind, sollten sie von einer Royal Commission beschickt werden, einer Gruppe von Repräsentanten respektierter nationaler Institutionen, die wiederum sowohl die Leave-, als auch die Remain-Position vertreten."

Denkt man diese Institution durch, würde Browns Vorschlag in ein Beratungs- und Entscheidungsorgan münden, das am bestehenden parlamentarischen vorbeiregiert. Geht es nach Brown, sollte die Autorität des Bürgerparlaments so weit gehen, bindende Entscheidungen zum Brexit-Verlauf zu fällen, die dann von der Regierung zu akzeptieren wären.

Dass dies nicht allzu einfach umzusetzen sein wird, weiß Brown natürlich selbst. Er führt deshalb auch kurz einige Alternativen an, um der aus seiner Sicht bestehenden Patt-Situation zu entkommen. Welche das sind, haben wir kurz im Rahmen des nächsten Bildes aufgelistet.
© Erica Guilane-Nachez / stock.adobe.com

Wenn es um den Brexit geht, fliegen die Emotionen in der Regel hoch, die Fakten hingegen tief. Man nehme nur die Frage nach den Kosten eines Hard Brexit: Wie hoch sind diese nun wirklich und auf wen würde sich ein No-Deal-Szenario in welcher Weise auswirken?

Wirtschaftsforscher haben ausgerechnet, dass die jährlichen Kosten für das UK bei umgerechnet fünf Milliarden Euro pro Jahr liegen, für Kontinentaleuropa würde ein harter Brexit mit nochmals fünf Milliarden per anno zu Buche schlagen, wobei Deutschland davon drei Milliarden zu schultern hätte.

Doch stimmen diese Zahlen wirklich? Wie sieht es mit den Finanzmärkten aus? Folgt man einer Kosten-Rechnung des Wochenmagazins The Economist, würde beispielsweise der britische Derivate-Markt enorme Einbußen hinnehmen. Wie hoch? Weiß man nicht. Was man jedoch weiß, ist, dass das Marktvolumen dieses Segments bei umgerechnet rund 26 Billionen Pfund liegt.

Noch lange nicht vorbei
Was die Sache erschwert, ist, laut Gordon Brown, ehemaligem Premier des Königreiches und einer der Star-Referenten auf dem kommenden Institutional Money Kongress, dass die Unsicherheit mit dem März des kommenden Jahres alles andere als vorbei ist. "Was wir dieser Tage erleben, ist nicht viel mehr als das Ende eines ersten Anfangs", erklärt der konservative Politiker in einem Beitrag für das britische Massen-Medium Mirror. "Egal, ob wir zu einem Deal kommen, oder nicht, vor uns liegen noch mindestens zwei Jahre an detaillierten Verhandlungen mit der EU."

Vor diesem Hintergrund befürchtet Brown eine gefährliche, weitere Spaltung der britischen Gesellschaft. Er hat wenig Vertrauen darin, dass das aktuell handelnde politische Personal über die Fähigkeiten verfügt, eine Ausweitung des Risses zu verhindern, oder gar zu kitten. Deshalb schlägt er eine veritable Revolution im politischen Prozess der Entscheidungsfindung vor.

Wie eine derartige, zivilisierte Revolution aussehen könnte, haben wir in der oben angeführten Mini-Bildgalerie zusammengefasst: Entweder hier oder einfach in das oben angeführte Bild klicken. (hw)



Wenn Sie sich für die Thesen des britischen Polit-Insiders Gordon Brown interessieren, dann gibt es für Sie einen Pflichttermin:

Denn 26. und 27. Februar 2019 findet im Frankfurter Congress Center der 12. Institutional Money Kongress statt. Einer der Star-Vortragenden? Genau: Gordon Brown.

Die Besucher des 12. Institutional Money Kongresses können sich aber auch auf weitere renommierte Keynote-Speaker freuen, wie den frisch gekürte Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Romer, den Ökonom Jeremy Rifkin oder die Topökonomin und „Wirtschaftsweise“ Isabel Schnabel .

Dem nicht genug: Über mehr als hundert Fachvorträge, Workshops oder Gruppengespräche zu spezifischen Themen, die institutionellen Investoren in der täglichen Praxis immer wieder – oder aber auch zum ersten Mal – begegnen, wird im Rahmen des Kongresses für den entscheidenden Informationsvorsprung gesorgt.

Anmeldungen zu diesem hochkarätig besetzten und hoch informativen Kongress, der ausschließlich institutionellen Investoren als Besucher vorbehalten ist, sind ab sofort möglich. Einfach auch die Schaltfläche klicken.



 

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