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Blackrock krempelt Top-Management um

Der weltgrößte Vermögensverwalter hatte zu Jahresbeginn mit einem Stellenabbau die eigene Mannschaft aufgeschreckt. Nun besetzt Konzernchef Larry Fink zahlreiche Führungspositionen neu. Auch einige seiner potenziellen Nachfolger erhalten neue Aufgaben.

Blackrock-Chef Larry Fink
Blackrock-Chef Larry Fink
© Mark Kauzlaric / Bloomberg

Der weltgrößte Asset Manager Blackrock plant eine umfassende Umbesetzung in der Führungsebene. Dies berichten übereinstimmend mehrere US-Medien. So soll Edwin Conway die Leitung des Bereichs alternative Investments übernehmen. Zugleich wird der Bereich deutlich aufgewertet und erhält 50 eigene Vertriebsmitarbeiter. Bislang musste sich die Sparte Salesprofis mit anderen Bereichen teilen. Das Geschäft mit illiquiden Strategien wie Private Equity oder Immobilien gewinnt für den Platzhirsch an Bedeutung.

Konzernchef Larry Fink hatte zu Beginn des Jahres auf das gedämpfte Wachstum bei dem Branchenriesen mit einem Sparkurs reagiert. Weltweit sollen rund 500 Mitarbeiter gehen. Das New Yorker Haus hatte in der Vergangenheit stark vom Boom bei börsengehandelten Indexfonds (ETFs) profitiert. Aufgrund des zunehmenden Margenschwunds sucht aber auch Blackrock nach neuen Ertragsquellen, die hohe Gebühren einspielen – wie eben alternative Investments.

Neue Aufgaben für Kronprinzen
Neben dem alternativen Geschäft besetzt Konzernchef Fink weitere Führungsposten um, wie aus einer internen Mitteilung an die Angestellten hervorgeht, aus der mehrere US-Medien zitieren. So übernimmt Mark McCombe die Verantwortung für die Kundenbeziehungen. Dieser Posten wurde neu geschaffen. McCombe leitete bislang das Geschäft in Gesamtamerika. Er soll sich auf Nordamerika konzentrieren und gilt als einer der möglichen Nachfolger von Blackrock-Mitgründer Fink.

Ein weiterer Kronprinz ist Mark Wiedman, der zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben das Südamerika-Geschäft führen soll. Erst im Januar war Wiedman zum neuen Leiter des internationalen Geschäfts und der Strategieabteilung ernannt worden. Er war zuvor für die ETF-Tochter iShares verantwortlich. Als weitere Anwärter auf die Fink-Nachfolge gelten dessen Vize Rob Kapito, der fürs operative Geschäft zuständige Rob Goldstein sowie der Rentenchef Rich Kushel.

Geteilte Regentschaft
Das bislang von Conway geleitete institutionelle Geschäft soll künftig in den Verantwortungsbereich der regionalen Leiter fallen. In Europa, Nahost und Afrika ist Rachel Lord zuständig, im Asien-Pazifik-Raum Geraldine Buckingham und in Nordamerika McCombe. Insgesamt besetzt Fink 20 Führungsposten um. Diese "zeigen unser Engagement darin, uns ständig neu zu erfinden und die Fähigkeiten unserer Führungskräfte weiterzuentwickeln", schreiben Fink und Kapito in der internen Mitteilung. (ert)

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