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BIZ warnt vor zu hohen Schulden und Renten-ETFs

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sieht ETFs auf Unternehmensanleihen als potenzielles Marktrisiko. Darüber hinaus kritisiert sie den mangelnden Eifer der Regierungen im Kampf gegen die Verschuldung.

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© eugenesergeev / stock.adobe.com

Die Dachorganisation der Zentralbanken, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, warnt vor unterschätzten Risiken durch Anleihe-ETFs. Passive Unternehmensanleihe-Fonds könnten einen möglichen Kurseinbruch zum Crash verstärken. Investoren investierten mit der Erwartung in die Anlageklasse, dass es permanente Liquidität und einen ungestörten Handel gebe. "Solche Schönwetter-Liquidität verschwindet allerdings sehr schnell, wenn die Märkte in Schwierigkeiten geraten“, so der Leiter der Währungs- und Wirtschaftsabteilung der BIZ, Claudio Borio, im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital".

Darüber hinaus sorgt sich die BIZ wegen der immer höheren Verbindlichkeiten vieler Staaten. "Wenn die Schulden weiter steigen, wird es immer schwerer für die Zentralbanken, die Zinsen wieder anzuheben, ohne Probleme zu kreieren", warnt Borio. Die Verantwortung für die gestiegene Verschuldung sieht er nicht allein bei den Zentralbanken. Sie hätten bei der Krisenbekämpfung zu wenig Unterstützung von anderer Seite erhalten, kritisiert er.

Tiefgreifende Reformen als Weg aus der Krise
"Die Regierungen gingen zu selten strukturelle Reformen an. Den Notenbanken wurde zu viel aufgebürdet. Das ist der Hauptgrund, weshalb die Zinsen so niedrig sind", sagte Botio im "Capital"-Gespräch. Tiefgreifende Strukturreformen, etwa am Arbeitsmarkt, sind der einzige Weg, um ein nachhaltiges Wachstum zu erzeugen, ist der BIZ-Experte überzeugt. Nur so kann die Weltwirtschaft aus den hohen Schulden herauswachsen. (fp)

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