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Bieterschlacht: Janus Henderson geht an...

Das Wettrennen um den US-Vermögensverwalter scheint entschieden zu sein. Der aktivistische Investor Nelson Peltz und sein Konsortium haben mit ihrem Angebot Erfolg. Der konkurrierende Bieter zieht sich offenbar zurück. Peltz kann nun damit beginnen, Janus Henderson umzuformen.

Nelson Peltz, Trian Fund Management
Nelson Peltz, Trian Fund Management© Marco Bello / Bloomberg

Eckpunkte:

  • Janus Henderson geht an Trian Fund Management
  • Dafür legt der Gewinner einen Haufen Geld auf den Tisch

Der aktivistische Investor Nelson Peltz und seine Gesellschaft Trian Fund Management setzen sich mit ihrem Angebot zur Übernahme von Janus Henderson durch, wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtet. Peltz zahlt rund acht Milliarden Dollar oder 52 Dollar pro Aktie für Janus Henderson – mehr als doppelt so viel, wie die Aktie wert war, als seine Gesellschaft Trian Fund Management Ende 2020 ihre Beteiligung bekanntgab.

Das relativ unbekannte Unternehmen Victory Capital hatte sich erstmals im November 2025 mit einem Gegenangebot an den Vorstand von Janus Henderson gewandt und ging dann im Februar 2026 mit einem Angebot an die Öffentlichkeit. Das plötzliche Auftauchen eines rivalisierenden Interessenten beunruhigte "Bloomberg" zufolge Mitarbeiter und Kunden von Janus Henderson. Victory Capitals Plan sah offenbar aggressive Kosteneinsparungen vor.

Handtuch geworfen
Victory wiederum warf Janus Henderson vor, nicht auf sein Angebot einzugehen. Trian konterte, Victory verfüge nicht über die nötigen Barmittel, um einen Deal unter Dach und Fach zu bringen. Die Führung von Janus Henderson riet letztendlich den Aktionären, bei Trians Angebot zu bleiben. Der Nachrichtenagentur zufolge warf Victory zuletzt das Handtuch und lässt nun bei Janus Henderson Peltz und seinem Konsortium freie Bahn.

Peltz plant offenbar, künstliche Intelligenz einzusetzen, um das Geschäft von Janus Henderson zu rationalisieren und zeitaufwendige Prozesse zu eliminieren. Im Mittelpunkt steht dabei Trians Partner bei dem Deal, General Catalyst, ein technologieorientierter Investor. Das Haus hat unter anderem Anthropic, Stripe und das Verteidigungstechnologieunternehmen Anduril Industries unterstützt. (ert/Bloomberg)

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