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Berufseinsteigern in der Finanzbranche mangelt es oft an IT-Wissen

Jobanwärter fürs Finanzgewerbe sollten heutzutage nicht nur in ihrem fachlichen Metier fit sein, sondern auch digitales Know-how mitbringen. Doch gerade in dieser Disziplin versagen viele Bewerber, zeigt eine Führungskräfte-Umfrage.

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© YakobchukOlena / stock.adobe.com

Nachwuchskräften in der Finanzbranche mangelt es häufig an elementaren digitalen Kenntnissen. Zu diesem Ergebnis kommt laut "Handelsblatt" eine Studie der Münchener Personalberatung Maxmatch. Mehr als die Hälfte der über 200 befragten Führungskräfte bewertete die Suche nach neuen Mitarbeitern im Kredit-, Versicherungs- und Asset-Management-Gewerbe mit entsprechenden digitalen Kompetenzen als "schwer" oder "sehr schwer".

Eine Mehrheit der Befragten erwartet zudem, dass die Suche in Zukunft noch herausfordernder wird, heißt es im Handelsblatt. Gesucht würden Finanzexperten, die beispielsweise sicher mit Cloudlösungen wie solchen von Microsoft oder Google umgehen können. Außerdem suchen Unternehmen Mitarbeiter, die sich mit Datenbankmanagement und im Bereich der Big-Data-Analyse auskennen. Doch hier sieht es bei vielen Bewerbern mau aus.
 
"Der Bedarf an Beschäftigten, die an der Schnittstelle von IT- und Bankenwesen arbeiten, nimmt stetig zu", erklärte Carsten Rogge-Strang, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes, gegenüber dem Handelsblatt. "Um die Positionen zu besetzen, verfolgen die Häuser sehr unterschiedliche Strategien." Die Zeitung berichtet, dass Banken wie die DKB und die ING deshalb verstärkt auf Fachkräfte aus dem Ausland setzen.

Anja Kühnel, im Personalwesen der DKB für den Bereich digitale Produkte und Technologien zuständig, wird mit den Worten zitiert: "Es ist uns einfach wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen uns als Tech-Bank weiterbringen." In einem unternehmenseigenen Start-up namens "Code Factory" arbeiten mittlerweile Mitarbeiter aus 21 Nationen.
 
Viel Luft nach oben
"Gerade im Finanzwesen ist für Digitalisierung noch Luft nach oben, weil es viele schwer standardisierbare Aufgabenbereiche gibt, die künftig automatisiert werden können", sagte Rüdiger Loitz dem Handelsblatt, Honorarprofessor an der Universität Köln. Die Branche sei daher auf Mitarbeiter angewiesen, die sowohl das Finanzwesen als auch IT tiefgehend verstehen. "Aber davon gibt es nicht gerade viele. Diese Leute sind auf dem Markt wahnsinnig heiß umkämpft." (fp)

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