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Großanleger sucht Immobilien-Manager

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Bericht vom LRI Investment Summit in Frankfurt plus Fotogalerie

Die Anforderungen institutioneller Investoren, die Digitalisierung in der Finanzbranche und Vertriebsthemen wurden auf dem gut besuchten LRI-Event diskutiert. "Institutional Money" war vor Ort, fasst das Wesentliche zusammen und zeigt in einer Fotogalerie, wer aller den Weg nach Frankfurt fand.

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© LRI

Knapp 100 Teilnehmer kamen zum LRI Investment Summit, darunter Investoren, Vermögensverwalter, Consultants, Rechtsberater und Placement Agents. Die große Breite der Zuhörer spiegelt die Investoren und Dienstleister wider, mit der eine Investment-Service-Gesellschaft wie LRI, die sowohl traditionelle als auch alternative Investmentstrategien strukturiert und verwaltet, zu tun hat.

Moderiert wurde der Tag von Chistian Salow, Geschäftsführer des institutionellen Investoren Portals „alternative investor information“ und Senior Consultant bei Augur Corporate Finance.

Gastgeber Michael Sanders, Managing Director der LRI-Gruppe, stimmte die Zuhörer ein: „Was wir uns heute noch nicht vorstellenkönnen, wird passieren, Technologie ist das Commodity, und Innovationen kommen oben drauf.“

Wer aller auf diese Veranstaltung kam, können Sie einer exklusiven Fotogalerie entnehmen:

ETFs machen erst sechs Prozent des Marktes aus
Detlef Glow, Chef von Lipper EMEA Research, Thomson Reuters, stellte seine neueste Studie vor. „Seit 2011 haben wir wieder einen positiven Saldo neu aufgelegter Fonds, d.h. der Markt wächst auch produktseitig, nicht nur hinsichtlich der Assets under Management.“ Angesichts des aktuellen Zinsszenarios zeigte er sich überrascht, dass auch Rentenfonds nach wie vor gekauft werden. Allerdings stellen Aktienfonds immer noch die größte Assetklasse dar, wobei auch Mischfonds auf großes Interesse seitens der Investoren stoßen.

Angesichts der Angst vor dem großen Einfluss der ETFs verweist Glow auf seine Zahlen: „ETFs haben einen Marktanteil von sechs Prozent an den Assets under Management, Indextracker noch einmal einen Anteil von sechs Prozent.“ Somit bliebe für aktive Fonds immer noch ein Anteil von 88 Prozent, den Indexprodukte peu a peu für sich gewinnen wollen. Der Trend könnte in diese Richtung gehen: ETFs bereits elf Prozent am Mittelaufkommen auf, während Indextracker 3,0 Prozent haben.

Reporting-Aufgaben werden immer wichtiger
Auch Michael Geier, Partner beim Fondsvertriebs-Consultant Accelerando Associates, analysiert in seinem Vortrag den europäischen Fondsmarkt. Der bestehe zu 48 Prozent aus institutionellen Investoren, zu 44 Prozent aus Wholesale-Investoren wie Dachfonds und Vermögensverwaltern, und zu acht Prozent aus Retail-Geschäft. In den geringen Skaleneffekten sieht Geier allerdings ein Problem: In Europa gäbe es 35.000, während es in den USA nur 9.500 Fonds seien. Das lässt in den USA eine durchschnittliche Fondsgröße von 1,7 Millionen Euro zu, während es in Europa nur 260 Millionen Euro sind. „Angesichts der notwendigen hohen Investitionen ist das zu wenig.“

Was die Wettbewerbsfaktoren betrifft, erklärt Geier: „Die Fonds, die heutzutage auf den Shortlists landen, unterscheiden sich nur noch marginal. Der Unterschied liegt dann bei den Services, dem Reporting, dem Zugang zum Fondsmanager und zur Transparenz.“ Angesichts der zunehmenden Regulierung werden Reporting-Aufgaben immer wichtiger.

Digitalisierung fördert Unternehmen, die klare Kompetenzen haben
Es folgten drei Roundtable-Diskussionen. Der Fintech-Roundtable wurde moderiert von Anke Dembowski, Redakteurin beim Fachmagazin „Institutional Money“, und Autorin dieses Berichts. Mit ihr diskutierten Sebastian Hasenack, Geschäftsführer und Mit-Gründer des FinTech-Unternehmens investify, Chris Bartz, Geschäftsführer und Mit-Gründer des FinTech-Unternehmens Elinvar, Jan Altmann, Consultant und Gründer von 4asset-management sowie Albrecht Kümmerer, Head of General Sales bei der Baader Bank.

Folgendes Fazit kam aus dieser Runde: Die Digitalisierung in der Finanzbranche ist unaufhaltbar und findet auch Eingang im Bereich Asset Management für institutionelle Investoren; Digitalisierung wird zu Spezialisierung führen und Unternehmen fördern, die klare Kompetenzen haben. Dabei entstehen die besten Lösungen in Partnerschaft dieser Unternehmen. Profiteure der FinTechs sind zum einen Retail-Anleger, da sie mittlerweile auch für kleine Beträge eine individuelle Vermögensverwaltung erhalten, was früher Millionären vorbehalten war, und zum anderen alle technik-affinen Player, die nicht abhängig sind von den alten Strukturen und daher auch nicht ersetzbar sind.

Immobilien-Debt-Mandate nehmen zu
Es folgte das Investoren-Roundtable, das von Marco Diesing, Principal bei Vicoria Partners, moderiert wurde. Mit ihm diskutierten Stephanie Schneider, Senior Portfolio Manager Real Estate bei Gothaer Asset Management, Michaela Attermeyer, Head of Investments bei der VBV-Pensionskasse aus Österreich, sowie Benedikt Gabor, Head of Real Estate Investments bei der Deutschen Rückversicherung.

Fazit dieser Runde war, dass institutionelle Investoren im aktuellen Umfeld der Assetklasse Immobilien deutlich mehr Gewicht geben und in das Segment insgesamt auch professioneller geworden ist. Michaela Attermeyer, die eine Zielrendite von bis zu 7,5 Prozent auf der Aktivseite verfolgen muss, erklärt: „Im derzeitigen Umfeld fühlen wir uns mit Aktien wohler als mit High Yield Renten und in Stress-Situationen kommen wir aus High Yields vermutlich nicht so schnell heraus wie aus Aktien.“

Gabor und Schneider waren sich einig, dass im Regulierungs-Umfeld von Solvency II Immobilien-Debt-Mandate zunehmen. „Die Banken machen in diesem Bereich auf Grund ihrer Regulierung weniger, und wir Versicherer füllen die Lücke. Dabei investieren wir auch in Mezzanine.“

Deutlich wurde auch, dass unter den regulierten Investoren der Spezialfonds nach wie vor beliebt ist und vor modernen Vehikeln wie der luxemburgischen RAIF-Struktur bevorzugt wird.

Investoren wollen u.a. direkten Kontakt zum Portfoliomanagement
Die dritte Panel-Diskussion wurde von Manuela Fröhlich, Global Head of Business Development bei der LRI Group, moderiert. Mit ihr diskutierten Daniel Häfele, CEO bei der Fonds Service-Gesellschaft Acolin, Ole Rollag, Managing Principal beim britischen Dienstleister Murano Connect und Michael Geier, Partner beim Fondsvertriebs-Consultant Accelerando Associates.

Fazit dieser Runde war, dass auch heute noch das „peoples‘ business“ für den Vertriebserfolg ausschlaggebend ist und die Investoren ihre knappe Zeit lieber einem bekannten Gesprächspartner zur Verfügung stellen. Weshalb die Zusammenarbeit mit langjährig erfolgreichen Placement Agents wichtig ist.

Eine Grundvoraussetzung für den Vertrieb von Fondsprodukten ist es, die Daten so transparent wie möglich auf allen einschlägigen online Plattformen und bei Datenanbietern in der richtigen Kategorie zur Verfügung zu stellen. Und, sofern breiter Vertrieb geplant ist, eine Möglichkeit zu finden, zeitnah bei allen Fondsplattformen gelistet zu sein. Wichtig sei auch, dass die Portfolio Manager aktiv auf ihre Investoren zugehen, wenn es eine Periode der Underperformance gibt. Ole Rollag erklärt: „Man muss den Investoren ein Verständnis dafür geben, in welchem Szenario ein Manager erfolgreich sein wird und in welchem eher nicht.“ Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer auch darin, dass Clean-Fee-Shares mittlerweile eine Notwendigkeit sind, wenn man Fonds international vermarkten möchte. (ad)

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