Logo von Institutional Money
| Vermischtes

Berenberg will allfällige September-Korrektur zu Aktienkäufe nutzen

Das Hamburger Traditionshaus zeichnet ein aktuelles Bild der Märkte und nennt jene Faktoren, die im Herbst die Aktienmärkte belasten könnten. Angesichts optimistischer Konjunkturaussichten in den USA will Berenberg Kurskorrekturen im September zum Rückkauf von Aktien nutzen.

© alindiyani / stock.adobe.com/KI-generiert

Eckpunkte:

  • Zahlreiche Faktoren könnten die Aktienkurse belasten
  • Niedrigere Kurse stellen jedoch eine willkommene Kaufgelegenheit dar

Der September ist vor allem für eins bekannt: Volatilität. Mit Blick auf zahlreiche Störfeuer am Markt dürfte dieses Jahr keine Ausnahme von dieser Börsenregel bilden, schreiben die Marktstrategen von Berenberg in ihrem aktuellen "Märkte Monitor".

So spitzt sich etwa die Lage am Golf zusehends zu. Infolge neuer Kampfhandlungen und weiterhin ausbleibender Rohstofflieferungen zogen Öl- und Gaspreise jüngst wieder an. Mittlerweile handeln Dezember-Futures für Brent nahe ihren Höchstständen aus dem Frühsommer.

Potentielle Gegenwinde
Inflationssorgen, das höhere Zinsniveau sowie ein potenzieller Fed-Zinsschritt dürften das Marktrisiko im September erhöhen. Neben Geld- und Geopolitik dürften aber auch die US-Midterms sowie der beginnende Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich laut Berenberg für zusätzliche Unsicherheit sorgen.

"Trotz einer höheren Volatilität im September sehen wir nur begrenztes Abwärtspotenzial für Aktien. Rückenwind liefert allen voran die US-Konjunktur: Das BIP-Modell der Atlanta Fed indiziert für das dritte Quartal derzeit ein beachtliches Realwachstum von 4,7 Prozent. Flankiert von starken Unternehmensdaten sollte die brummende US-Wirtschaft die Märkte fundamental stützen. Etwaige Rücksetzer im September sehen wir daher als Chance, unser zuletzt leicht reduziertes Aktienübergewicht opportunistisch auszubauen", kündigen die Berenberg-Strategen abschließend an. (aa)

September-Saisonalität unterstützend für Gold und negativ für Aktien

Der September zählt zu den schwächeren Kalendermonaten für US-Aktien - unter anderem, weil Investoren ihre Portfolios nach der „Sommerpause“ neu ausrichten und Risiko reduzieren (linker Chart). Die gewöhnliche September-Nervosität ist hingegen tendenziell positiv für Gold, das im September zumindest historisch solide performt hat. Quelle: Bloomberg, Zeitraum: 01.01.1975 – 04.09.2026

Diese Seite teilen

Weitere Inhalte aus der Redaktion