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Berenberg: Chef übernimmt Gesellschaftsanteile

Der ehemalige Berenberg-Leiter Hendrik Riehmer hat bereits seine Bankanteile abgegeben. Nun verliert eine weitere Führungskraft ihre Anteile. Diese übernimmt der von der Bafin wiedereingesetzte Institutschef Hans-Walter Peters.

Hans-Walter Peters, Berenberg
Hans-Walter Peters, Berenberg© Berenberg

Eckpunkte:

  • Hans-Walter Peters kauft die Anteile des ehemalligen Geschäftsleiters David Mortlock an Berenberg
  • Die Anteilshöhe beläuft sich auf fünf Prozent

Der neu eingesetzte Berenberg-Chef Hans-Walter Peters übernimmt die Anteile des früheren Geschäftsleiters David Mortlock in Höhe von fünf Prozent an dem Hamburger Traditionsinstitut. Mortlock war zusammen mit Christian Kühn sowie Institutschef Hendrik Riehmer im Juni durch die Finanzaufsicht Bafin abgesetzt worden. Die drei waren durch Sonderbeauftragte, den früheren Co-Chef Peters sowie den einstigen Degussa-Bank-Vorstand Michael Horf, ersetzt worden.

Hintergrund der Führungskrise bei dem hanseatischen Geldhaus sind Corporate-Governance-Verstöße. So waren Wertpapierbestände im Eigenbestand nicht richtig bewertet und bilanziert worden, wie die Bank einräumte. In der Folge des Führungswechsels hatte die Hamburger Reederei Döhle Gruppe im August Anteile von Riehmer in Höhe von zehn Prozent an der Bank übernommen. Auch die Berenberg-Familie erwarb ein Prozent der Anteile.

Neue Leitungsmannschaft
Als weitere Konsequenz plant die Bank einen Wechsel der Rechtsform. So soll ein starker Aufsichtsrat eingerichtet werden. Peters kündigte außerdem im Interview mit der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" an, dass schon in der kommenden Woche ein weiterer neuer Bankleiter benannt werden soll. Zudem stehe hausintern ein Kandidat bereit, der im nächsten Jahr aufrücken könnte. Jüngst hatte die Bank mitgeteilt, dass Christian Schumacher von Hansainvest als Geschäftsleiter zurück zu Berenberg kommt.

Peters stellte in dem Interview seinen Rückzug in Aussicht, sobald dies in Abstimmung mit der Bafin sinnvoll erscheine. Zudem werde daran gearbeitet, dass der ehemalige Chef Riehmer nicht nur Geschäftsleitung und Anteile abgebe, sondern auch den Status als persönlich haftender Gesellschafter. Spätestens Ende des Jahres solle diese Frage geklärt sein. (ert)

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