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Berenberg bekommt neue "phGs", hat ambitionierte Ziele

Die Hamburger Privatbank Berenberg wird künftig von einem Trio geleitet. Hendrik Riehmer, der das Asset und Wealth Management leitet, hat sich dabei einiges vorgenommen. Das verwaltete Vermögen in beiden Bereich soll kräftig wachsen.

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© ngad / stock.adobe.com

Bei der Hamburger Privatbank Berenberg will man die Schlagzahl nochmals erhöhen. So sind David Mortlock und Christian Kühn zum Monatsbeginn zu neuen persönlich haftenden Gesellschaftern ("phG") des Bankhauses ernannt worden. Damit sind sie der 39. und 40. persönlich haftende Gesellschafter in der 430-jährigen Geschichte der Privatbank. Die zwei werden ab 2021 zusammen mit Hendrik Riehmer (52) gleichberechtigt das Institut führen.

Hans-Walter Peters (65), der noch bis zum Jahresende als Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter fungiert, wird aus Altergründen aufhören. Zur Aufgabenverteilung: Riehmer ist für die Zentralbereiche Wealth and Asset Management und Corporate Banking zuständig, Mortlock leitet wie bisher die Investmentbank, und Kühn ist für Steuerungs- und Überwachungsfunktionen wie IT, Risk und Compliance verantwortlich. Darüber informiert Berenberg per Aussendung.

Über die zwei neuen phGs
Kühn (52) ist seit dem Jahr 1997 bei Berenberg. Im Jahr 2007 wurde Kühn Abteilungsleiter Controlling/Risikocontrolling, 2013 Bereichsleiter. Seit Januar 2017 ist er Mitglied der Erweiterten Geschäftsleitung.

Kühn begann seine berufliche Tätigkeit nach Bankausbildung und Studium der Betriebswirtschaftslehre bei der Landesbank Schleswig-Holstein. Er ist Vorstandsmitglied des Bankenverbandes Hamburg.

Mortlock (45, Bild links)) ist seit 2010 bei Berenberg. Er leitete zunächst UK Sales und dann Global Sales. Er hatte eine führende Rolle beim Ausbau des Aktiengeschäfts, wurde im November 2013 Global Head of Equities. Seit Januar 2017 ist er Mitglied der Erweiterten Geschäftsleitung. Nach seinem Business & Management Studium an der University of Bradford war er in verschiedenen Funktionen unter anderem bei Schroders und Citigroup. Mortlock hat seinen Dienstsitz in London, wo Berenberg rund 400 der 1.500 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Zentralbereich Wealth and Asset Management wird operativ von Matthias Born und Klaus Naeve geleitet. Der neu geschaffene Zentralbereich Corporate Banking (inkl. Real Estate) wird von Tobias Bittrich geführt, der per Anfang September auch Mitglied der Erweiterten Geschäftsleitung wird.

Große Pläne
Berenberg hat große Pläne, wie das "Handelsblatt" berichtet: Im Geschäft mit vermögenden Kunden verwaltet Berenberg derzeit knapp zehn Milliarden Euro. Diese Summe möchten die Hamburger innerhalb von drei bis fünf Jahren auf 20 Milliarden Euro steigern. Der Investmentbereich mit Aktienfonds und daran angelehnten Mandaten verwaltet aktuell rund 4,5 Milliarden Euro – und soll auf 15 bis 20 Milliarden Euro wachsen. "Diese Ziele mögen aggressiv klingen, aber wir haben viel in die beiden Plattformen investiert – und diese Investitionen werden sich auch auszahlen", zitiert das Handelsblatt Berenberg-Co-Chef Riehmer.

Zwei Milliarden Euro eingesammelt
Das erste Halbjahr lief vielversprechend an. Im Asset Management hat die Bank der Zeitung zufolge zwischen Januar und Juni zwei Milliarden Euro an neuem Geld einsammeln können. Im Wealth Management gab es mit 350 Millionen Euro ebenfalls Nettozuflüsse – "die ersten seit Jahren", räumt Riehmer gegenüber der Zeitung ein. Die Trendwende führt er auf die gute Performance der vier Strategien zurück, die Berenberg in diesem Bereich im Angebot hat.

Insgesamt sei das erste Halbjahr "sehr gut gelaufen, und es müsste noch eine Menge schiefgehen, damit wir 2020 nicht besser abschneiden als 2019", fasst Riehmer gegenüber der Wirtschaftszeitung die wirtschaftliche Lage seines Instituts zusammen. Nach dem schwierigen Jahr 2018, das neben einem Einbruch des Ergebnisses um über zwei Drittel auf rund 23 Millionen Euro auch zum Abbau von rund 150 Stellen in IT und Investment Banking führte, konnte die Privatbank nach Angaben des Handelsblatts im vergangenen Jahr den Jahresüberschuss auf 60,5 Millionen Euro steigern. Außerdem verkaufte sie die Mehrheit an ihrer Schweizer Tochter und trennte sich vom Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern. (jb)/(aa)

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