Berenberg: 800 Mitarbeiter packen demnächst ihre Sachen ein
Das Hamburger Traditionshaus startet nächsten Monat den Umzug mit 800 Mitarbeitern. Einige der bekannt gewordenen Details zeigen, dass Berenberg ihre Mitarbeiter sehr gut behandelt. So wird im neuen Büro auf "Desk Sharing" verzichtet und ein Mitarbeiterrestaurant eröffnet.

Die Privatbank Berenberg plant, im September in ihre neue Zentrale in der Hamburger City Nord umzuziehen. Darüber hinaus wird eine separate Villa für Kundengespräche angemietet. Ihren bisherigen Standort an der Binnenalster gibt die Bank nach rund 50 Jahren auf. Der Umzug “wird Ende September beginnen und sich über sieben Werktage erstrecken”, erklärte Philipp Söchtig, Head of Corporate Development, im Interview mit Bloomberg.
Mehr Professionals brauchen auch mehr Platz
Berenberg mietet rund 20.000 Quadratmeter, verteilt auf zwölf Etagen, ein Erdgeschoss sowie zwei unterirdische Stockwerke. Der Mietvertrag läuft für mehr als 15 Jahre.
Das bisherige Gebäude hat laut Berenberg das Ende seines Lebenszyklus erreicht. Zudem ist es für die insgesamt rund 800 Mitarbeiter in Hamburg zu klein geworden.
“Aufgrund unseres starken Wachstums seit der Jahrtausendwende mussten wir einige Abteilungen in benachbarten Gebäuden unterbringen. Auch wenn das nur über die Straße war, ist es für alle Mitarbeiter ein gutes Gefühl, künftig unter einem Dach zu arbeiten”, erklärte Christian Kühn, persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank.
Viele Banken beziehen derzeit neue Büros
Berenberg ist längst nicht die einzige Bank in Deutschland, die umzieht. Erst vor kurzem sind von DekaBank und Citigroup neue Flächen in Frankfurt übernommen worden. Commerzbank, ING Deutschland und DKB wollen in den nächsten Jahren ebenfalls neue Büros beziehen.
Zukünftig Laptops statt stationäre PCs
Laut Söchtig ziehen bei Berenberg rund 90 Prozent der Möbel und der Technik nicht um, sondern werden neu angeschafft. Das soll den Umzug einfacher machen. “Wir werden bei der technischen Standardausstattung von stationäre PCs auf Laptops für alle Mitarbeiter im Hamburg umstellen”, sagte er. Dieser Schritt soll später auch an anderen Standorten der Bank vollzogen werden.
Alle Beschäftigten werden vor dem Umzug die Möglichkeit bekommen, schon einmal für einen Tag im neuen Gebäude probezuarbeiten.
Respekt: Mitarbeiter haben persönliche Arbeitsplätze
Während andere Unternehmen ihre Umzüge auch dazu nutzen, auf Desksharing umzustellen, wird es bei Berenberg auch künftig fest zugeordnete Schreibtische geben. “Das liegt auch daran, dass wir eine stark ausgeprägte Präsenzkultur pflegen”, erklärte Söchtig.
Die zusätzliche freistehende historische Villa hat Berenberg am Alsterufer angemietet. Sie soll ab Anfang 2026 genutzt werden. In der Villa werden keine Mitarbeiter dauerhaft arbeiten. Vielmehr ist sie für Kundengespräche, Veranstaltungen und Ähnliches gedacht. “Wir wollen einen repräsentativen Standort für Kundentreffen direkt in der Innenstadt schaffen”, erklärte Söchtig.
Eigenes Restaurant sorgt für hochwertiges Mittagessen
Und noch etwas verändert sich bei Berenberg in Hamburg: Künftig wird ein Mitarbeiter-Restaurant betrieben. Hier soll es Söchtig zufolge “qualitativ hochwertiges Mittagessen geben, das von der Bank subventioniert wird”. (aa)

