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BayernLB wird beim geplanten Stellenabbau konkreter

Die BayernLB hat am Freitag den geplanten Stellenabbau im Rahmen ihrer Neuausrichtung konkretisiert. Vorstandschef Stephan Winkelmeier sagte, es gehe um rund 900 Jobs. Rund ein Drittel des Personalabbaus sei bereits vertraglich fixiert. Der laufende Umbau hinterließ auch Spuren beim Jahresgewinn.

Stephan Winkelmeier
Stephan Winkelmeier, Bayrische Landesbank
© Bayrische Landesbank

Bei der BayerLB sollen laut Vorstandschef Stephan Winkelmeier 900 Jobs wegfallen. Das hat auch Auswirkungen auf den Jahresgewinn, der um fast drei Viertel einbrach. Im Zuge der Neuausrichtung will die Landesbank das Kapitalmarktgeschäft zurückfahren und künftig stärker auf das gewerbliche Immobiliengeschäft und auf ihre Tochter DKB setzen. Die Bereiche Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement für Firmenkunden der Sparkassen wurde an die LBBW abgegeben.

Ergebnis unter Druck
Der im vergangenen Jahr gebuchte Aufwand für den Umbau betrug 287 Millionen Euro und habe das Ergebnis zwar stark belastet, allerdings seien damit nun alle im Rahmen des Transformationsprogramms anfallenden Aufwendungen verarbeitet, so Winkelmeier.

Der Gewinn vor Steuern war um 70 Prozent auf 195 Millionen Euro gesunken. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg nach einer Auflösung im Vorjahr auf 142 Millionen Euro. Die Bank profitierte von Zuflüssen aus bereits abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 182 Millionen Euro, die im Wesentlichen aus der Abwicklung der Heta Asset Resolution resultieren.

Für die Anteilseigner der BayernLB, den Freistaat Bayern und die bayerischen Sparkassen, soll es eine Ausschüttung von 75 Millionen Euro geben. Für 2021 erwartet der Konzern ein Ergebnis vor Steuern von 200 Millionen Euro bis 400 Millionen Euro. Aufgrund der Pandemie unterliegt die Prognose aber einer “erhöhten Unsicherheit”.

Verdoppelung erhofft
Der Hoffnungsträger der BayernLB, die vor allem als Direktbank bekannte DKB, will die Zahl ihrer Kunden von heute rund 4,5 Millionen auf 8 Millionen bis Ende 2024 knapp verdoppeln. Dafür sind zusätzliche Investitionen von rund 400 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren geplant. Allerdings hatte die DKB Ende letzten Jahres Negativzinsen angekündigt, was das Wachstum bremsen könnte.

BayernLB in guter Gesellschaft
Auch andere große Landesbanken streichen Jobs. Die Helaba erklärte im Februar vergangenen Jahres, bis 2023 bis zu 400 Stellen abzubauen. Die LBBW will rund 700 Stellen streichen und die NordLB verkündete 2019 im Rahmen ihrer Rettung den Abbau von mehr als 2.000 Jobs. (aa)

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