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Bayerische Versorgungskammer investiert wieder in Hotels

Die größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands hat gleich zwei Gebäude für ihren Hotelfonds in Heidelberg erwerben lassen. Das sind die ersten Hotelkäufe der BVK seit März dieses Jahres.

Hotels in Heidelberg
Die Hotels in Heidelberg befinden sich unmittelbar neben dem Bahnhof und damit in guter Lage.
© Falcon Crest Air/GBI Holding AG

Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) geht eine Wette auf eine Normalisierung der Lage nach der Pandemie ein und sichert sich gleich zwei Hotels in Heidelberg. Wie der Immobilienspeziallist GBI auf seiner Webseite informiert, hat der Immobilienspezialfonds Hotel, der von Universal-Investment für die BVK administriert wird, im Rahmen eines Forward-Deals die beiden im Bau befindlichen Hotels des Projektentwicklers GBI in Heidelberg erworben: Das Adagio Aparthotel und das IntercityHotel entstehen dort bis Herbst 2022 direkt am Hauptbahnhof – mit Übernachtungskonzepten, die sich laut GBI optimal ergänzen.

Guter Standort, unterschiedliche Konzepte
Das IntercityHotel bietet 198 Zimmer, konzipiert nach dem Entwurf des italienischen Architekten und Designer Matteo Thun. Im Adagio Aparthotel entstehen 162 Studios und Apartments mit komplett ausgestatteten, offenen Küchenzeilen.

„Dieses Hotel-Doppel ist für die BVK eine wichtige Investition an einem hervorragenden Standort“, betont Christoph Geirhos, Leiter Immobilieninvestment D-A-CH bei der BVK: „Mit einer möglichst großen Bandbreite unterschiedlicher Hotelkonzepte wollen wir die vielfältigen Anlagechancen des Beherbergungsmarktes ausnutzen. Hier in Heidelberg decken wir beispielsweise sowohl klassische als auch Apart-Hotels durch die jetzige Anlage-Entscheidung ab.“

Breite Streuung
Die BVK ist mit einem Kapitalanlagevolumen von rund 82 Milliarden Euro (Buchwert) einer der bedeutendsten institutionellen Investoren in Deutschland. Der Teilfonds eines Immobilienspezialfonds der BVK wurde von Universal-Investment als externer Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM) aufgelegt und wird von GBI als Anlageberater betreut. Ziel ist, nicht nur bei den Hotelkonzepten eine Streuung zu erreichen, sondern etwa auch beim Alter und den Standorten der Immobilien. Neben Forward Deals in der Startphase der Projektentwicklung, werden vom Hotelfonds auch Bestandsobjekte erworben.

Zu dieser Kategorie gehören etwa das 2008 eröffnete Lindner Hotel Am Michel in Hamburg oder das 2014 gestartete Motel One direkt an der Frankfurter Messe. „Wichtig ist, dass ein Haus an einem guten Standort, mit dem passenden Konzept und guter Immobilienqualität, über eine entsprechende Perspektive am Markt verfügt, und zwar mit einem sehr langfristigen Anlagehorizont“, erläutert Simon Behr, Director of Fund Management & Transaction der GBI AG. Er ist im Rahmen des Fondsmandates für die strategische Ausrichtung und Auswahl der Investitionen zuständig. Neben Deutschland investiert der Fonds auch in Österreich und der Schweiz.

Erste Hotel-Investitionen seit dem Lock-Down
Die Investition in Heidelberg ist die erste des BVK-Teilfonds-Hotel seit Beginn der Corona- Krise im März. Angesichts der deutlich veränderten Rahmenbedingungen wurde durch eine externe Prüfungsgesellschaft überprüft, ob die Investition trotz der Pandemie- Auswirkungen weiterhin sinnvoll ist. Für Heidelberg als Hotel-Investment spricht die Attraktivität für die unterschiedlichsten Gruppen von Reisenden. Der Standort liegt inmitten der starken Wirtschaftsregion Rhein-Neckar. Zudem erreicht man fußläufig die weltweit bekannte historische Altstadt Heidelbergs. Ferner gibt es für den Städtetourismus bereits viele attraktive Veranstaltungsorte, zusätzliche Lokalitäten sollen entstehen. Ebenso befinden sich die Hotels direkt am Hauptbahnhof am idealen Ausgangspunkt für Ausflüge zu den vielen Sehenswürdigkeiten der Region. Ein Jahrzehnt lang ging es bei den Übernachtungszahlen in Heidelberg nur aufwärts. Seit 2010 stiegen diese im Jahresschnitt um 5,5 Prozent, von 1,02 auf 1,65 Millionen im Jahr 2019. „Nach dem unvermeidlichen Rückgang infolge der Corona-Auswirkungen wird der Standort mittelund langfristig weiter eine sehr gute Perspektive haben“, betont Behr abschließend. (aa)

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