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Bankenriese schließt Schrumpfkurs wegen Reform aus

Die UBS will trotz möglicher höherer Kapitalunterlegungspflichten in der Schweiz ihre Bilanzsumme nicht verkleinern beziehungsweise Risiken auf der Aktivseite reduzieren. Immerhin stehen der Schweizer Großbank auch andere Möglichkeiten offen.

© lenscap50 / stock.adobe.com

Die UBS wird ihre globale Geschäftstätigkeit nicht reduzieren, um möglichen Belastungen durch strengere Kapitalanforderungen der Schweiz zu begegnen. Das sagte Konzernchef Sergio Ermotti am Mittwoch im Interview mit Bloomberg TV.

“Ein global diversifiziertes Geschäftsmodell ist eine Stärke – sowohl für uns als auch für die Schweiz”, erklärte Ermotti. “Eine Verkleinerung ist keine Option.”

Höhere Kapitalanforderungen drohen
Die Schweizer Regierung hatte im Juni Vorschläge zur Reform der Bankenregulierung vorgelegt, mit dem Ziel, die Branche widerstandsfähiger zu machen. Im Fall von UBS könnten sich daraus zusätzliche Kapitalanforderungen von bis zu 26 Milliarden Dollar (rund 23 Milliarden Euro) ergeben. Die Bank prüft derzeit Maßnahmen, um die potenziellen Auswirkungen abzufedern.

Wie Bloomberg berichtete, gehört dazu auch die Überlegung, den Konzernsitz ins Ausland zu verlegen. Analysten sehen zudem eine mögliche Reduktion der Aktivitäten in den USA als denkbares Szenario.

Ermotti stellte jedoch klar, dass die bevorzugte Lösung weiterhin ein Verbleib in der Schweiz sei. Das “Basisszenario” sei, “dass wir als globale Bank erfolgreich von der Schweiz aus operieren können”, sagte er. Entscheidende Gremien müssten bei dieser wichtigen Frage auf vollständige Informationen zurückgreifen können.

UBS hatte zuvor für das zweite Quartal einen Nettogewinn gemeldet, der über den Erwartungen lag. Ermotti betonte zudem die “solide Beziehung” der Bank zu ihren Kunden und zur Schweizer Wirtschaft insgesamt. (aa)

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