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Baillie Gifford eröffnet erstes Büro in Deutschland

Der schottische Vermögensverwalter kommt im Rahmen seiner europäischen Expansionsstrategie nach Deutschland und eröffnet sein erstes Büro in Frankfurt. Das gemessen am verwalteten Vermögen in Höhe von rund 224 Milliarden Euro schwere Haus hat in Deutschland und Österreich viel vor.

David Gaschik, Baillie Gifford
David Gaschik, Baillie Gifford
© Axel Gaube / Institutional Money

Baillie Gifford streckt seine Fühler nach deutschen Investorengeldern aus. Aus diesem Grund hat der schottische Asset Manager sein erstes Büro in Deutschland eröffnet. Von Frankfurt aus wird David Gaschik die Niederlassung für Deutschland und Österreich leiten. Neben dem institutionellen Geschäft liegt ein zusätzlicher Schwerpunkt fortan auf dem Ausbau des Wholesale-Bereichs. Zum adressierten Investorenkreis zählen primär Versicherungen, Pensionskassen, Banken, Family Offices, Dachfonds sowie Vermögensverwalter und Fondsplattformen. Das Baillie Gifford-Team soll absehbar um weitere Vertriebsexperten ergänzt werden, unter anderem für den schweizerischen Markt.

Schotten mit langfristigem Anlagehorizont
Baillie Gifford wurde im Jahr 1908 im schottischen Edinburgh gegründet. Das Unternehmen ist seither eine unabhängige private Partnerschaft. Investoren werden weltweit Lösungen in den Anlageklassen Aktien, Renten und Multi-Asset angeboten. Die Portfoliomanager verfolgen eine konsequent langfristige und wachstumsorientierte Anlagephilosophie. Sie versuchen Unternehmen bereits in einer frühen Phase zu identifizieren, die aufgrund eines innovativen Geschäftsmodells oder disruptiver Technologien, über ein außerordentliches Wachstumspotenzial verfügen.

Die Gesellschaft definiert sich als ‚Actual Investor‘, der sehr langfristig in Unternehmen investiert und oftmals bei Bedarf Know-how zur Verfügung stellt. In den meisten Strategien liegt daher die durchschnittliche Haltedauer von Aktien bei über fünf Jahren. Dabei folgt Baillie Gifford der Überzeugung, dass Investoren wieder verstärkt in Dekaden und nicht in Quartalen denken sollten.

Per Ende März 2019 verwaltete Baillie Gifford mit seinen 1.155 Mitarbeitern, darunter die 43 aktiven Partner, rund 224 Milliarden Euro. Nachdem Baillie Gifford bereits über eine starke Marktpräsenz in Großbritannien, Vereinigten Staaten und Asien verfügt, liegt nun Europa im Fokus des Geschäftsausbaus. Erst im vergangenen März wurde ein neuer Standort in Dublin eröffnet.

Bekannter Name bei Institutionellen
„Die Investmentphilosophie von Baillie Gifford ist heute zeitgemäßer denn je. Abseits vom kurzfristigen Lärm der Finanzmetropolen hat sich Baillie Gifford über die Jahrzehnte nicht nur bei institutionellen Investoren einen Namen gemacht, sondern auch bei zukunftsträchtigen Unternehmen, als gewissenhafter Aktionär und Partner“, erklärt David Gaschik, Niederlassungsleiter Deutschland und Österreich. „Meiner Meinung nach ist dieser Ansatz nicht nur für Kunden wie Versicherungen und Pensionskassen relevant, sondern für Investoren allgemein, die an disruptive Potenziale von Unternehmen glauben. Eines unserer Ziele ist es, für diesen im Grunde traditionellen Investmentansatz wieder mehr Aufmerksamkeit in Deutschland und Österreich zu schaffen.“

Höhere Schlagzahl im deutschen Wholesale-Segment
„Als originär institutionelles Investmenthaus verfügen wir bereits über entsprechende langjährige Mandate in Europa und Deutschland“, erklärt Baillie Gifford-Partner Stuart Dunbar. „Mit der Erweiterung unseres Vertriebs um den Bereich Wholesale, wollen wir der zunehmenden Kundennachfrage Rechnung tragen. Deutschland ist der größte Wholesale-Markt in Europa und verfügt über entsprechendes Potenzial – was nicht zuletzt für Frankfurt als Standort für uns gesprochen hat.“ (aa)

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