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AXA IM über die Vorzüge von CLO Equity-Tranchen

Serge Demay, Head of CLO Investments bei AXA Investment Managers, bricht für die in den wasserfallartigen CLO-Tranchenstrukturen enthaltenen Equity-Tranchen eine Lanze.

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© Smith / stock.adobe.com

Vielleicht hat es nicht jeder Profianleger vollständig wahrgenommen: Aber seit der globalen Finanzkrise vor nunmehr zehn Jahren hat sich laut AXA IM der Markt für Collateralized Loan Obligations (CLOs) stark weiterentwickelt – manche Eigenschaften allerdings hat die Anlageklasse sich trotz allen Wandels bewahrt. Eine davon ist: Die sogenannten Equity-Tranchen befinden sich in der wasserfallartigen Tranchenstruktur einer CLO nach wie vor ganz unten.

Das macht sie zu einer besonderen Investmentgelegenheit, erklärt Serge Demay (Bild links), Head of CLO Investments bei AXA Investment Managers: „Equity-Tranchen tragen naturgemäß zwar die ersten Verluste und Ausfälle, was sie für institutionelle Investoren riskant macht. In der Vergangenheit haben sie aber auf mittlere oder längere Sicht stets attraktive Erträge gebracht.“ Das verschaffe ihnen laut Demay „ein einzigartiges Chance-Risikoprofil, mit dem sie sich deutlich von anderen, klassischen Anlageinstrumenten unterscheiden“.

Auch in Zeiten der Krise: Gesamterträge bleiben robust
Es habe sich gezeigt, dass die Gesamterträge der CLO-Equity-Tranchen selbst in Krisenzeiten trotz hoher Ausfallquoten und zwischenzeitlich eingefrorener Ausschüttungen ausgesprochen robust seien. Dem AXA IM-Experten zufolge liegt das daran, dass die Equity-Tranchen zunächst von den niedrigen Finanzierungskosten bei der Auflegung und hohen Spreads in der ersten Laufzeit profitieren. „Deshalb reagieren diese Tranchen erst einmal, ähnlich wie andere Credit-Instrumente auch, auf Bewegungen in den Spreads. Ihre einzigartigen Vorteile zeigen sie dann mittel- bis langfristig: sie können von einem Umfeld steigender Spreads profitieren.“ Das trage zur Diversifikation eines Portfolios bei, erklärt Demay.

Chance und Risiko nah beieinander: Investoren erhalten viel Kontrolle
„Als Ausgleich für das Risiko, das Investoren eingehen, wenn sie in die Equity-Tranche am unteren Ende des CLO-Wasserfalls investieren, bekommen sie ein hohes Maß an Kontrolle über die gesamte Lebensdauer der CLO-Struktur.“ Außerdem hätten sie das Recht auf die nach Bedienung der anderen Tranchen verbleibenden Überschüsse, sagt Demay. Jährlich kämen Investoren so normalerweise auf einen Cashflow zwischen 16 und 20 Prozent in der Phase der Reinvestition und auf eine abschließende Ausschüttung zwischen 45 und 65 Prozent.

Seit es CLOs gäbe, sei noch kein Portfolio abgewickelt worden, ohne dass Kapital zur Ausschüttung an die Equity-Tranchen-Investoren zur Verfügung stand. Sollte es zu Ausfällen und Verlusten im Darlehenspool kommen und die Ausschüttungen reduziert werden, seien die Auswirkungen solcher Verluste für die Investoren gering, so lange nur wenige Darlehen ausfielen, so Demay weiter.

Vorteile des aktiven Managements spielen eine Rolle
CLO-Portfolios werden aktiv von Portfolio-Managern betreut und gemanagt. Somit wird sichergestellt, dass die höheren Tranchen vollständig bedient werden. Auch die Erträge der Equity-Tranche werden somit optimiert. Da performanceabhängige Gebühren anfallen und Regeln zum Selbstbehalt von Risiken verankert sind, liegt es im Eigeninteresse der CLO-Manager, gute Ergebnisse zu erzielen.

„Dies sind Anreize für die Manager, die Erträge der CLO-Equity-Tranchen zu optimieren. Jedoch: Nicht jeder Asset Manager ist gleich. Daher empfehlen wir Investoren, bei der Auswahl auf erfahrene Spezialisten zu setzen. Wichtig sind eine ausgewiesene Expertise und eine hinreichende Infrastruktur, mit der das Potenzial der Anlageklasse voll ausgeschöpft werden kann.“, rät Demay abschließend. (aa)

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